Die Inline-Dichtemessung ist für die Herstellung von Gummiwalzen unerlässlich. Sie ermöglicht die Echtzeitüberwachung der Konsistenz der Gummimischung während des Misch- und Beschichtungsprozesses und erkennt Abweichungen wie ungleichmäßige Füllstoffverteilung oder Verunreinigungen frühzeitig. Dies verhindert Fehlproduktionen, reduziert Ausschuss, gewährleistet eine gleichmäßige Vulkanisation und eine starke Verbindung zwischen Kern und Gummi und sichert die Chargenkonstanz, die für die Einhaltung industrieller Qualitätsstandards entscheidend ist.
Einführung in die Gummiwalzenherstellung
Die Herstellung von Gummiwalzen umfasst eine Reihe präzise gesteuerter Schritte zur Fertigung zylindrischer Bauteile. Diese bestehen aus einem robusten Metallkern und einer präzisionsgefertigten Gummischicht. Die Bauteile werden nach strengen Standards für industrielle Anwendungen wie Materialtransport, Druck und Oberflächenbearbeitung gefertigt. Eine Produktionsanlage für Gummiwalzen benötigt in der Regel Spezialausrüstung für die Kernvorbereitung, die Gummimischung, das Formen, Verbinden, Vulkanisieren und die Endbearbeitung. So können Hersteller die Walzen an unterschiedliche Betriebsanforderungen anpassen.
Herstellung von Gummiwalzen
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Gummiwalzen spielen in vielen industriellen Anwendungen eine entscheidende Rolle, da sie eine elastische Schnittstelle bieten, die schonende Handhabung mit mechanischer Festigkeit vereint. Sie verhindern Kratzer und Beschädigungen an Materialien wie Textilien, Papier, Folien und Platten und gewährleisten gleichzeitig einen kontrollierten Halt, während sie Stöße absorbieren und Maschinenschwingungen dämpfen. Ihre vielseitigen Einsatzmöglichkeiten machen sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil von Automatisierungslinien in der Druck-, Verpackungs-, Papierverarbeitungs- und Textilindustrie.
Die Hauptvorteile von Gummiwalzen in der Industrie liegen in ihrer Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und maßgeschneiderten Leistungsfähigkeit. Durch die Vulkanisation des Gummis, bei der starke Vernetzungen innerhalb der Elastomermatrix entstehen, erzielen sachgemäß zusammengesetzte und vulkanisierte Gummibeschichtungen eine außergewöhnliche Verschleiß- und Abriebfestigkeit. Diese Vernetzungen sorgen dafür, dass die Walzenoberfläche ihre Elastizität behält, chemikalienbeständig ist und ihre mechanischen Eigenschaften über lange Nutzungsdauer beibehält.
Vulkanisationsverfahren wie das Gießen in dampfbeheizten Formen, die Autoklavenhärtung und die Heißlufttunnelung ermöglichen es Herstellern, Temperatur und Zeit der Vulkanisation präzise zu steuern und so eine optimale Aushärtung für anwendungsspezifische Eigenschaften zu gewährleisten. Die Vorteile der Vulkanisation, unterstützt durch Fortschritte in der Materialwissenschaft – wie die Einarbeitung von Nanofüllstoffen und Modifikatoren – führen zu einer längeren Lebensdauer, geringeren Wartungskosten und einer höheren Betriebskonstanz in der modernen Walzenproduktion.
Durch den Einsatz fortschrittlicher Gummibeschichtungstechniken und präziser Fertigungsschritte erzielen Hersteller Walzen, die die Robustheit von technischem Metall mit der funktionalen Anpassungsfähigkeit von Elastomeren vereinen. Das Ergebnis ist ein Produkt, das den hohen Anforderungen moderner Fertigungsumgebungen gerecht wird und die Lücke zwischen hoher Belastbarkeit und materialsensibler Präzision schließt.
Rohstoffe und Kautschukmischung
Auswahl und Vorbereitung des Kernmaterials
Die Auswahl des optimalen Walzenkernmaterials ist grundlegend für den Herstellungsprozess von Gummiwalzen. Die drei Hauptoptionen – Stahl, Aluminium und Verbundwerkstoffe – hängen von den Leistungsanforderungen, den Fertigungsaspekten und den Einsatzbedingungen ab.
Stahlkerne für Walzen bieten hohe Haltbarkeit, Schlagfestigkeit und Formstabilität unter hohen Belastungen. Sie werden dort eingesetzt, wo Verschleiß- und Dauerfestigkeit Priorität haben, beispielsweise in industriellen Anwendungen mit hohen Belastungen. Aluminiumkerne sind leichter, formbarer und bieten eine bessere Korrosionsbeständigkeit, was insbesondere bei gewichtssensiblen oder kleinvolumigen Walzen von Vorteil ist. Allerdings weisen sie im Vergleich zu Stahl und modernen Verbundwerkstoffen eine geringere Zug- und Dauerfestigkeit auf, was ihren Einsatz in anspruchsvollen Umgebungen einschränkt.
Verbundkerne, üblicherweise aus kohlenstofffaserverstärkten Polymeren gefertigt, bieten Festigkeit und Steifigkeit auf dem Niveau von hochfestem Stahl, jedoch bei deutlich geringerem Gewicht. Diese Werkstoffe eignen sich für Anwendungen, die sowohl hohe strukturelle Leistungsfähigkeit als auch minimales Gewicht erfordern. Studien zeigen, dass moderne Verbundwerkstoffe Aluminium hinsichtlich mechanischer Festigkeit und Dauerhaftigkeit übertreffen können. Neue Metallmatrix-Verbundwerkstoffe (MMCs) verbessern die Verschleiß- und Ermüdungsbeständigkeit zusätzlich, insbesondere dort, wo ausgewogene Leistungseigenschaften gefragt sind.
Die Bearbeitung und Oberflächenvorbereitung des gewählten Kernmaterials sind entscheidend für die Erzielung der erforderlichen geometrischen Präzision und die Optimierung der Haftung beim Gummibeschichtungsprozess. Oberflächenrauheit und -reinheit beeinflussen die Verbindung zwischen Kern und Gummischicht unmittelbar. Dieser Schritt umfasst üblicherweise Präzisionsdrehen oder -schleifen, gefolgt von Oberflächenvorbehandlungsverfahren. Ultraschallgestützte Oberflächenvorbereitung erhöht nachweislich die Mikrorauheit, entfernt Verunreinigungen und fördert eine dauerhafte Haftung, insbesondere bei Metall-Gummi-Verbindungen.
Chemische Behandlungen, wie die Anwendung von Wasserstoffperoxid oder Säureätzung, modifizieren die Oberfläche des Kerns auf mikrostruktureller Ebene. Dadurch werden die Hafteigenschaften verbessert, indem die chemische Zusammensetzung verändert und die Anzahl polarer Gruppen an der Oberfläche erhöht wird, was durch mechanische und mikroskopische Analysen nachgewiesen wird. Die Vorprüfung vor dem Verkleben, einschließlich zerstörungsfreier Prüfverfahren wie der magnetischen Streuflussmessung, gewährleistet die Integrität des Kerns und identifiziert etwaige Defekte oder Unregelmäßigkeiten, um spätere Klebeversagen zu vermeiden.
Gummimischungsrezeptur
Die Gummimischung wird so konzipiert, dass die physikalischen und mechanischen Eigenschaften der Walze optimal auf die jeweiligen Anwendungsanforderungen abgestimmt sind. Naturkautschuk zeichnet sich durch hervorragende Zugfestigkeit, Elastizität und Rückstellkraft aus und ist daher die bevorzugte Wahl für Prozesse, bei denen diese Eigenschaften essenziell sind und die Einwirkung aggressiver Chemikalien oder hoher Temperaturen begrenzt ist. Für Walzenanwendungen, die Öl, Lösungsmitteln oder hohen Temperaturen ausgesetzt sind, werden synthetische Kautschuke – wie Nitril-, Styrol-Butadien- und Spezialpolyisoprene – aufgrund ihrer verbesserten Beständigkeit gegenüber Chemikalien, Hitze und Alterung ausgewählt.
Die Compoundierung umfasst die Integration verschiedener Additive, um die erforderliche Härte, Elastizität und Beständigkeit zu erzielen. Ruß wird häufig zur Erhöhung der Zugfestigkeit und Abriebfestigkeit eingesetzt. Die Zugabe nachhaltiger Füllstoffe wie Holzspäne kann die Kosten senken und gleichzeitig – bei optimaler Dosierung – die thermische Stabilität und die Härte der Compoundierung erhöhen. Moderne Nanoadditive, insbesondere Kohlenstoffnanoröhren, verbessern die Oberflächenhärte und Hitzebeständigkeit deutlich und optimieren so die Walzenleistung in anspruchsvollen Anwendungen.
Die Qualität bei der Herstellung von Kautschukmischungen hängt maßgeblich von einer homogenen Mischung ab. In industriellen Anlagen werden Innenmischer bevorzugt, da sie hohe Scherkräfte erzeugen und so eine feine Dispergierung von Füllstoffen und Verstärkungsmitteln ermöglichen. Nassmischverfahren haben sich bei der Dispergierung von Hochleistungs-Nanofüllstoffen und Siliciumdioxid als vorteilhaft gegenüber herkömmlichen Trockenmischverfahren erwiesen und führen zu einer überlegenen Homogenität und verbesserten mechanischen Eigenschaften. Konstante Mischbedingungen – wie Temperatur, Rotordrehzahl und Mischzeit – gewährleisten direkt eine gleichmäßige Leistung und Zuverlässigkeit der nachfolgenden Walzen.
Die Sicherstellung einer fehlerfreien Gummimischung vor der Vulkanisation ist entscheidend für die Langlebigkeit, Dimensionsstabilität und Betriebseffizienz der fertigen Walze. Sorgfältige Vorbereitung und Kontrolle in jedem Arbeitsschritt – von der Auswahl der Rohstoffe und des Kerns über die Mischungsentwicklung bis hin zum Mischen – gewährleisten Walzen, die komplexen industriellen Anforderungen gerecht werden.
Verfahren zur Gummibeschichtung
Formenguss und Formenhärtung
Das Formgießen ist im Herstellungsprozess von Gummiwalzen unerlässlich, um komplexe Formen und präzise Toleranzen zu realisieren. Dabei wird Rohgummi in eine speziell angefertigte Form gegeben, die dem gewünschten Walzenprofil entspricht. Die Form ermöglicht die Herstellung komplexer Oberflächenstrukturen, Rillen oder Zonen mit unterschiedlichen Durchmessern, die mit anderen Verfahren nicht effizient umsetzbar sind. Beispielsweise wird eine Druckwalze mit integriertem Profil typischerweise im Formgießverfahren hergestellt.
Vulkanisierformen erfüllen eine Doppelfunktion. Sie definieren die Geometrie des Endprodukts und ermöglichen die kontrollierte Vulkanisation des Kautschuks im geschlossenen Formhohlraum. Es gibt verschiedene Arten von Vulkanisierformen. Kompressionsformen werden häufig für Walzen mit großem Durchmesser verwendet; Transferformen eignen sich für Formen mittlerer Komplexität, und Spritzgussformen sind für hochpräzise, komplexe Geometrien geeignet. Jede Form gewährleistet einen engen Kontakt zwischen Kautschuk und Formoberfläche, fördert so eine gleichmäßige Vulkanisation und minimiert Lufteinschlüsse.
Der Erfolg beim Formgießen hängt von der präzisen Steuerung der Prozessparameter ab. Die Vulkanisationstemperatur, üblicherweise zwischen 140 °C und 180 °C, muss genau geregelt werden, um eine gleichmäßige Wärmeverteilung in der gesamten Form zu gewährleisten. Der Formdruck beeinflusst die Oberflächenbeschaffenheit des Gummis und die Entfernung von Lufteinschlüssen. Die genaue Vulkanisationszeit – je nach Walzengröße und Gummimischung von wenigen Minuten bis zu mehreren Stunden – wird anhand des für die Endanwendung erforderlichen Vulkanisationsgrades berechnet. Zu hohe Temperaturen oder zu lange Vulkanisationszeiten können zu einer Rückbildung führen und die mechanische Festigkeit beeinträchtigen.
Thermomechanische Simulationen werden zunehmend eingesetzt, um Temperaturgradienten im Werkzeug zu modellieren, die Spannungsentwicklung in der Walze zu steuern und optimale Prozessfenster zu bestimmen. Solche Simulationen prognostizieren, wie Wärmeleitfähigkeit und Materialdicke die Aushärtungsgleichmäßigkeit beeinflussen und ermöglichen so eine datengestützte Anpassung der Formgebungszyklen. Die empirische Optimierung dieser Parameter hat nachweislich die Zugfestigkeit und Dauerhaftigkeit deutlich verbessert und gleichzeitig den Energieverbrauch in der Produktion gesenkt.
Extrusionsformen
Extrusionsformen ist ein kontinuierliches Verfahren, das häufig zur Beschichtung von Walzenkernen mit gleichmäßigen Gummischichten eingesetzt wird. Dabei wird eine Gummimischung durch einen Extruder geführt, erhitzt und durch eine der Walzenkontur angepasste Düse gepresst. Der Gummi tritt als durchgehendes Profil aus, das anschließend um den Metallwalzenkern gewickelt oder aufgebracht wird. Dieses Verfahren eignet sich besonders, wenn eine gleichmäßige Beschichtungsdicke und hohe Produktionsraten erforderlich sind.
Die Prozesssteuerung ist für dieses Verfahren von zentraler Bedeutung. Die Schichtdicke wird durch die Düsenkonstruktion, die Materialfördermenge und die Extrusionstemperatur bestimmt, die häufig in Echtzeit an der Fertigungslinie überwacht werden. Gleichmäßigkeit wird durch präzise Kalibrierung der Extrusionsgeschwindigkeit und Justierung der Walzen- und Düsenausrichtung erreicht. Temperaturschwankungen entlang des Extruders können zu ungleichmäßiger Aushärtung und damit zu Defekten wie Lufteinschlüssen, mangelhafter Haftung oder ungleichmäßigem Durchmesser führen.
Häufige Probleme bei der Gummiwalzenextrusion sind Materialschrumpfung nach der Vulkanisation, Oberflächenrauheit und Ablösung vom Kern vom Gummi. Lösungen umfassen die iterative Anpassung der Extrusionstemperatur (oft zwischen 120 °C und 160 °C, abhängig von der Gummisorte), die Überwachung des Vulkanisationszustands mittels Offline-Prüfung oder Simulation sowie die optimierte Vorbehandlung des Walzenkerns zur Verbesserung der Haftung. Simulationsbasierte Fließanalysen helfen, mögliche Defekte vorherzusehen und vorausschauende Anlagenanpassungen vorzunehmen, wodurch Ausschuss reduziert und die Ausbeute erhöht wird.
Kalandrieren
Das Kalandrieren dient der Herstellung von flachen oder folienförmigen Beschichtungen sowie dem Aufbringen breiter, gleichmäßiger Schichten auf Walzenoberflächen. In der Kalandrieranlage wird die Gummimischung zwischen mehreren beheizten, synchronisierten Walzen gepresst. Das Verfahren erzeugt dünne Folien oder Streifen, deren Dicke präzise gesteuert werden kann (typischerweise bis zu ±0,01 mm Genauigkeit) und deren Oberflächeneigenschaften gezielt angepasst werden können.
Das Kalandrieren ermöglicht dank präziser Spalteinstellung und fortschrittlicher Oberflächenbearbeitungsoptionen eine hervorragende Schichtqualität. Die Oberfläche der Gummibeschichtung kann je nach Anwendungsbedarf poliert, strukturiert oder geprägt werden. Beispielsweise liefert ein Walzenkalander mit polierten Walzen eine hochglänzende, fehlerfreie Oberfläche, die sich ideal für Druckwalzen eignet.
Im Vergleich zur Extrusion eignet sich das Kalandrieren besser für breite, ebene Flächen und Anwendungen, die eine hohe Dickengleichmäßigkeit erfordern, wie beispielsweise Walzen in der Textil- oder Papierindustrie. Für komplexe Profile oder tiefe Rillen ist es weniger geeignet; hier wird das Formgießen bevorzugt. Für die Serienfertigung von Standardwalzen oder die Laminierung verschleißfester Beschichtungen bietet das Kalandrieren jedoch Schnelligkeit, geringe Kosten und gleichbleibende Qualität.
Die Wahl zwischen den verschiedenen Gummibeschichtungsverfahren – Formgießen, Extrusion und Kalandrieren – hängt von der Endgeometrie, den Leistungsanforderungen und dem Produktionsablauf ab. Jedes Verfahren erfüllt spezifische Aufgaben innerhalb der einzelnen Produktionsschritte für Gummiwalzen und wird durch maßgeschneiderte Fertigungsanlagen sowie eine sorgfältige Parameteroptimierung unterstützt, um höchste Produktqualität und Prozesseffizienz zu gewährleisten.
Vulkanisation von Kautschuk: Prozesse und Bedeutung
Was ist Vulkanisation von Kautschuk?
Vulkanisation ist der chemische Prozess, der Rohkautschuk in ein hochelastisches, langlebiges und hitzebeständiges Material für industrielle Anwendungen umwandelt. Während der Vulkanisation bilden sich Vernetzungen zwischen den einzelnen Polymerketten in der Kautschukmatrix. Diese Vernetzung, die meist durch die Einführung von Schwefel erreicht wird, verbindet die langen Kautschukmoleküle über sogenannte Schwefelbrücken und führt so zu einer dreidimensionalen Netzwerkstruktur. Dadurch werden Elastizität, Zugfestigkeit und Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen des Kautschuks deutlich erhöht. Die chemischen Veränderungen bei der Vulkanisation – insbesondere die Bildung kovalenter Bindungen zwischen den Ketten – verringern die Klebrigkeit, verbessern die Flexibilität und erhöhen die thermische und chemische Stabilität. Diese Eigenschaften sind entscheidend für anspruchsvolle Anwendungen wie beispielsweise industrielle Gummiwalzen.
Vulkanisation von Kautschuk – Verfahren
Die Vulkanisation von Gummi für industrielle Anwendungen erfolgt in der Regel durch Heißvulkanisation. Dieses Verfahren erfordert eine präzise Steuerung von Temperatur, Druck und Vulkanisationszeit, um robuste und gleichmäßige Walzen herzustellen. In einer typischen Produktionsanlage für Gummiwalzen halten Vulkanisationspressen Temperaturen von 0 bis 200 °C und Drücke bis zu 200 psi aufrecht. Zeit- und Temperaturprofile werden für jede Gummimischung programmiert und beeinflussen direkt die Vernetzungsdichte, die Elastizität und die strukturelle Beständigkeit des Produkts.
Die traditionelle Vulkanisation mit Schwefel ist das vorherrschende Verfahren und erzeugt zahlreiche Schwefelbrücken (Polysulfid-Vernetzungen) zwischen Natur- oder Synthesekautschukketten. Moderne Alternativen, wie z. B. Silikonvulkanisationssysteme, nutzen Platinkatalysatoren oder organische Peroxide. Silikonsysteme bewirken eine Vernetzung von Silikonkautschuken, wodurch Siloxanbindungen (Si–O–Si) entstehen und der Einsatz in Umgebungen mit hohen Temperaturen und aggressiven Chemikalien ermöglicht wird. Die Peroxidvulkanisation erzeugt direkte Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen und sorgt so für eine verbesserte thermische und oxidative Stabilität von Walzen, die wiederholten Heiz- und Kühlzyklen ausgesetzt sind.
Die präzise Steuerung des Vulkanisationsprozesses ist entscheidend für die mechanische Festigkeit und Langlebigkeit. Unzureichend vulkanisierte Walzen weisen zu wenige Vernetzungen auf, was die Elastizität verringert und den Verschleiß erhöht. Übervulkanisation oder ein zu hoher Füllstoffgehalt können das Material verspröden und die Elastizität mindern.
Prozessparameter – darunter Temperatur und Verweilzeit in der Vulkanisationsform für Gummi – beeinflussen die Walzenleistung direkt. Moderne Anlagen zur Gummiwalzenherstellung verfügen heute über automatisierte Temperatur- und Druckregelung, um einen gleichbleibenden Herstellungsprozess zu gewährleisten und wichtige Eigenschaften wie Flexibilität, Zähigkeit und Beständigkeit gegen chemische und thermische Zersetzung zu optimieren.
Sicherheits- und Umweltaspekte
Die Sicherheit bei Vulkanisationsprozessen basiert auf der strikten Kontrolle von Temperatur und Emissionen. Hohe Temperaturen und reaktive Chemikalien stellen erhebliche Risiken für die Beschäftigten dar, wenn sie nicht eingedämmt und kontrolliert werden. Moderne Industrieverfahren nutzen automatisierte Systeme zur Temperaturregelung und Emissionsabscheidung. Eine effektive Belüftung wird mit Elektrofiltern kombiniert, um die Freisetzung flüchtiger organischer Verbindungen und Partikel zu kontrollieren und so die Belastung des Arbeitsplatzes und der Umwelt durch die bei der Vulkanisation entstehenden Gefahren zu reduzieren.
Neuere, umweltfreundlichere Vulkanisationsverfahren bieten spürbare Vorteile. Systeme auf Basis organischer Peroxide und alternativer Vulkanisationsmittel können die Emissionen gefährlicher Nebenprodukte, insbesondere von N-Nitrosaminen, im Vergleich zur herkömmlichen Schwefelvulkanisation reduzieren. Darüber hinaus nutzt die Forschung an recycelbaren und teilweise biologisch abbaubaren Kautschuken Polymere, die höhere Recyclingquoten und eine geringere Belastung von Deponien ermöglichen und somit Nachhaltigkeitszielen und gesetzlichen Anforderungen gerecht werden. Solche Fortschritte, kombiniert mit einer adäquaten Prozesssteuerung, verbessern sowohl die Sicherheit als auch die Umweltbilanz der industriellen Vulkanisation.
Endbearbeitung, Qualitätskontrolle und Inspektion
Die Oberflächenbearbeitung ist im Herstellungsprozess von Gummiwalzen unerlässlich, um die geforderten Funktions- und Leistungsmerkmale präzise zu erfüllen. Schleifen ist die primäre Methode, um zylindrische Genauigkeit und Rundheit zu erzielen. Spitzenlose Schleifmaschinen, ausgestattet mit modernen Schleifmitteln wie kubischem Bornitrid (CBN), wenden kontrollierten Druck an, um die Walzen exakt zu formen. Die Feineinstellung von Schleifscheibendrehzahl, Vorschub und Schnitttiefe gewährleistet, dass die Oberflächenrauheit der Walze typischerweise im Bereich von Ra 0,2–1,2 µm liegt. Für Walzen, die eine ultra-glatte Oberfläche erfordern, reduziert das Superfinish mit feinen Schleifsteinen oder -filmen die Oberflächenrauheit weiter auf unter Ra 0,05 µm. Dies ermöglicht Anwendungen mit hohen Drehzahlen und verlängert die Lebensdauer der Walzen.
Nach dem Schleifen folgt das Polieren, um Mikrofehler zu entfernen und eine gleichmäßige, spiegelglatte Oberfläche der Walze zu erzielen. Moderne Polieranlagen nutzen CNC-gesteuerte Maschinen, die Wiederholgenauigkeit und Präzision bei industriekritischen Walzen gewährleisten. Der schrittweise Einsatz feinerer Schleifpads ist entscheidend für die gewünschte Glätte. Optimiertes Polieren erhöht nicht nur die Produktlebensdauer und reduziert die Reibung, sondern wirkt sich auch direkt auf die langfristige Produktqualität und die Betriebssicherheit aus. Durch Texturieren – ein Verfahren mit kontrollierten Schleif- oder Lasermethoden – werden Mikrostrukturen auf der Oberfläche erzeugt. Dies ermöglicht die gezielte Anpassung von Eigenschaften wie Griffigkeit oder Farbübertragung, die in Anwendungen wie Druck, Kunststoffverarbeitung und Verpackung unerlässlich sind.
Kontrollpunkte sind entlang der gesamten Produktion verteilt, um die Einhaltung der Maß-, Oberflächen- und mechanischen Kriterien zu überprüfen. Die erste Prüfung bestätigt die physikalischen Abmessungen mithilfe von Messwerkzeugen wie Mikrometern oder Messschiebern für Durchmesser, Rundheit und Länge. In Anlagen mit hohem Durchsatz oder komplexen Geometrien automatisieren Bildverarbeitungssysteme die Bewertung von Oberflächenfehlern und Maßgenauigkeit mit Fehlererkennungsraten von ca. 98 % und einer Fehlerklassifizierungsgenauigkeit von über 95 %. Die Oberflächenintegrität wird mithilfe von Profilometern zur Messung der Oberflächenrauheit (Ra, Rz) geprüft. Zerstörungsfreie Prüfverfahren wie Ultraschall- und Farbeindringprüfung werden ebenfalls für Verbundwalzen eingesetzt, um verborgene Fehler aufzudecken.
Die Oberflächenhärte ist ein weiterer wichtiger Prüfpunkt und wird üblicherweise mit einem Shore-A- oder Shore-D-Härteprüfgerät gemäß internationaler Normen gemessen. Die Härteprüfung mittels Eindruckverfahren stellt sicher, dass die elastischen Eigenschaften jeder Walze den Anforderungen der Anwendung hinsichtlich Griffigkeit, Verschleißfestigkeit oder Elastizität entsprechen. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgt nach strengen Protokollen bezüglich Einwirkzeit, Kraft und Probenvorbereitung.
Zu den wichtigsten Anlagen dieser Prozesse gehören Mischer – wie Zweiwalzenmühlen und interne Banbury-Mischer –, die Rohkautschuk und Additive zu einer homogenen Mischung vermengen. Extruder formen den Kautschuk zu gleichmäßigen Profilen, während Kalander präzise Schichten auf Walzenkerne aufbringen. Vulkanisierpressen – mit für spezifische Walzengeometrien entwickelten Formen – wenden Hitze und Druck an, um die Vulkanisation des Kautschuks abzuschließen und die Vernetzung zu finalisieren (siehe typische Empfehlungen zu Temperatur und Zeit für die Kautschukvulkanisation in Standardhandbüchern). Programmierbare Steuerungen und Echtzeitüberwachung gewährleisten in modernen Anlagen Prozessstabilität, enge Toleranzen und hohe Reproduzierbarkeit.
Die Qualitätskontrolle ist in jeder Produktionsphase unerlässlich. Sie stellt sicher, dass die Walzen sowohl den Herstellervorgaben als auch den branchenüblichen Standards hinsichtlich Abmessungen, Oberflächeneigenschaften und Funktionalität entsprechen. Dieser ganzheitliche Ansatz umfasst regelmäßige Kontrollpunkte, kalibrierte Geräte und die Einhaltung standardisierter Methoden zur Härte-, Rauheits- und Fehlererkennung. Eine mangelhafte Qualitätskontrolle kann zu vorzeitigem Ausfall, Leistungseinbußen oder Nichteinhaltung der Kundenspezifikationen führen. Gerade bei der Walzenherstellung, insbesondere angesichts der steigenden Anforderungen im Hochgeschwindigkeitsdruck und der Präzisionsbearbeitung, ist eine robuste Qualitätskontrolle keine Option, sondern eine Kernvoraussetzung in jedem Schritt des Produktionsprozesses von Gummiwalzen.
Gummiwalzen-Produktionsanlage: Einrichtung und Optimierung
Eine effiziente Produktionsanlage für Gummiwalzen basiert auf einem reibungslosen Materialfluss vom Rohmaterial bis zum fertigen Produkt. Die optimale Anordnung beginnt mit der Analyse der Prozesse – Compoundierung, Beschichtung, Formgebung und Vulkanisation –, um Transportwege zu minimieren, Engpässe zu vermeiden und den Durchsatz zu maximieren. Werke, die Produktionssimulationen oder systematische Layoutplanung nutzen, erzielen spürbare Vorteile, darunter weniger interne Logistikbewegungen und einen gleichmäßigeren Produktfluss. Beispielsweise reduziert eine Anlage, die ihr Layout so umgestaltet, dass die wichtigsten Verarbeitungszonen in einer linearen Reihenfolge angeordnet sind – von der Rohmateriallagerung über Compoundierung, Vorformung, Walzenherstellung, Vulkanisation und Endbearbeitung bis hin zur Qualitätskontrolle – unnötige Handhabungsschritte und optimiert die Raumausnutzung.
Ein optimierter Anlagenfluss basiert auf der Zoneneinteilung. Die Mischanlagen befinden sich in der Nähe der Lager, um die Materialien direkt in die Mischanlagen zu befördern. Anschließend folgen die Beschichtungs- oder Formgebungszonen, in denen Gummi auf Metall- oder Verbundkerne aufgetragen wird. Die Vulkanisation, ob kontinuierlich oder diskontinuierlich, ist strategisch neben den Formanlagen platziert. Dies reduziert die Transportzeiten und das Risiko von Vorvulkanisation oder Kontamination vor der Vulkanisation.
Die Auswahl der Fertigungsanlagen ist entscheidend für die Prozesssicherheit und Produktkonsistenz. Hochscher-Innenmischer, offene Walzwerke und Chargenmischsysteme bilden das Rückgrat der Compoundierung. Beim Gummibeschichtungsprozess gewährleisten Extruder und Kalander einen kontrollierten und gleichmäßigen Schichtauftrag. Der Formguss in der Gummiherstellung profitiert von präzisen Pressen – hydraulisch oder mechanisch – in Kombination mit kundenspezifischen Vulkanisationsformen, die eine genaue Kontrolle der Walzenabmessungen ermöglichen. Die Vulkanisation erfolgt in Autoklaven oder Pressen, die sorgfältig auf den Zieltemperaturen und -zeiten für die Gummivulkanisation gehalten werden, beispielsweise zwischen 140 °C und 180 °C und von wenigen Minuten bis zu mehreren Stunden, abhängig von der Gummisorte und -dicke.
Bei der Vulkanisation von Kautschuk muss die Ausrüstung auf die gewünschte chemische Zusammensetzung abgestimmt sein. Die Vulkanisation von Kautschuk beinhaltet die Reaktion von Mischungsbestandteilen, typischerweise Schwefel, Beschleuniger und Aktivatoren, unter Hitze und Druck. Dadurch entstehen vernetzte Strukturen, die dem Kautschuk Elastizität und Haltbarkeit verleihen. Die Vorteile der Kautschukvulkanisation – erhöhte mechanische Festigkeit und Beständigkeit gegenüber Chemikalien und Abrieb – werden nur dann erreicht, wenn die gesamte Walze (einschließlich der Grenzfläche zwischen Kern und Kautschuk) gleichmäßig aushärtet. Die Formgebungsanlagen müssen eine präzise und reproduzierbare Temperaturregelung sowie eine gleichmäßige Druckverteilung gewährleisten, um Defekte oder unvollständig ausgehärtete Bereiche zu vermeiden.
Die Optimierung der Produktionsleistung hängt von der Prozessintegration über alle Schritte hinweg ab. Inline-Dichte- und Viskositätsmessgeräte von Lonnmeter werden nach dem Mischen sowie unmittelbar vor und nach der Beschichtung installiert, um die Materialkonsistenz in Echtzeit zu überwachen. Diese Instrumente gewährleisten, dass die Gummimischung und die aufgebrachte Beschichtung die Zielparameter für Dichte und Fließfähigkeit erfüllen und somit Ausschuss frühzeitig im Herstellungsprozess der Gummiwalzen vermieden wird. Durch die Kombination dieser Werkzeuge mit integrierten Walzenhandhabungssystemen und Echtzeit-Prozesssteuerung können Anlagen die Mischungsraten mit den nachfolgenden Formgebungs- und Vulkanisationsprozessen synchronisieren und so Stillstandszeiten und den Bestand an unfertigen Erzeugnissen minimieren.
Ein typisches Beispiel: Eine Produktionslinie integriert Hochleistungskneter, automatisierte Beschichtungsköpfe, präzise Hydraulikpressen mit modularen Aushärtungsformen und Lonnmeter-Dichtemessgeräte an den Auslösepunkten. Diese Konfiguration ermöglicht nachvollziehbare Produktionsschritte, die frühzeitige Erkennung von Abweichungen und deren schnelle Korrektur – entscheidend für hohe Produktionsmengen und gleichbleibende Qualität über alle Chargen hinweg.
Eine umfassende Anlagenplanung konzentriert sich auf die räumliche Anordnung, die Spezifikation der Ausrüstung und die nahtlose Integration der Prozessüberwachung – insbesondere für kritische Schritte wie Vulkanisation und Beschichtung. Das Ergebnis ist ein hochreaktiver, abfallminimierter Produktionsbetrieb, der das gesamte Spektrum der Gummiwalzenherstellung abdeckt, von der Rohmischung bis zur Endkontrolle.
Häufig gestellte Fragen
Wie läuft der Herstellungsprozess von Gummiwalzen ab?
Die Herstellung von Gummiwalzen beginnt mit der Vorbereitung des Walzenkerns, der üblicherweise aus Stahl oder Aluminium besteht. Dieser wird gereinigt und behandelt, um eine starke Haftung des Gummis zu gewährleisten. Anschließend werden in der Mischungsphase natürliche oder synthetische Elastomere mit Füllstoffen wie Ruß, Verstärkungsmitteln, Vulkanisationschemikalien wie Schwefel und Verarbeitungshilfsstoffen vermischt. Hochleistungsmischer und Zweiwalzenmühlen gehören in dieser Phase zur Standardausrüstung und gewährleisten eine gleichmäßige Verteilung und die erforderlichen rheologischen Eigenschaften. Der Gummi wird dann durch Kalandrieren zu Platten mit präziser Dicke geformt oder als Formmasse vorbereitet.
Das Aufbringen des Gummis auf den Kern erfolgt mittels Form- oder Beschichtungsverfahren. Beim Formgießen können manuelle Laminier-, Kompressions- oder Spritzgussverfahren zum Einsatz kommen. Der mit Gummi versehene Kern wird in eine passgenaue Form eingesetzt. Anschließend wird die Baugruppe vulkanisiert – durch kontrolliertes Erhitzen bei geeigneter Temperatur und geeignetem Druck. Vulkanisationszeit und -temperatur werden anhand der Gummizusammensetzung und der Walzenabmessungen gewählt. Dieser Schritt bewirkt die Vernetzung und damit die gewünschten Eigenschaften wie Elastizität, Haltbarkeit und Chemikalienbeständigkeit. Nach der Vulkanisation werden die Walzen durch Schleifen, Polieren und gegebenenfalls Oberflächenstrukturieren veredelt. Abschließend erfolgt eine strenge Qualitätskontrolle, die zerstörungsfreie Prüfungen der Dicke und Oberflächenhomogenität umfassen kann.
Wie funktioniert eine Gummiwalzenfabrik?
Eine Produktionsanlage für Gummiwalzen ist auf sequenzielle Produktionsschritte und optimierte Arbeitsabläufe ausgerichtet, um Effizienz und Sicherheit zu gewährleisten. Die Rohmaterialhandhabung ist auf einfachen Zugriff auf Elastomere, Füllstoffe und Additive ausgelegt. Separate Mischbereiche beherbergen Zweiwalzenmühlen und hochpräzise Kalander, die für eine gleichmäßige Compoundierung und Plattenbildung unerlässlich sind. Die Formgebungsbereiche umfassen Silikon- oder Metallformen, Kompressions- oder Spritzpressen und Vulkanisationsöfen. Eine präzise Temperaturregelung ist während der Vulkanisation zentral; die Vulkanisationsöfen sind für eine gleichmäßige Wärmeverteilung ausgelegt. Die Endbearbeitungsstationen sind mit Schleif- und Poliermaschinen ausgestattet, um die Anforderungen an Maßhaltigkeit und Oberflächenqualität zu erfüllen. Inline-Qualitätskontrollpunkte nutzen Sensoren für die kontinuierliche Überwachung. Anlagen zur Staubabsaugung und Rauchgasreinigung gewährleisten Sicherheit und Produktreinheit während der gesamten Produktion.
Was versteht man unter Formgießen im Zusammenhang mit Gummiwalzen?
Beim Formgießen wird ungehärteter oder halbgehärteter Gummi in einen Hohlraum einer starren Form eingefüllt, die den vorbereiteten Walzenkern enthält. Kompressions- und Spritzguss sind die gängigsten Verfahren. Beim Kompressionsformen wird eine abgemessene Gummimenge in die Form gegeben, diese anschließend verschlossen und durch Hitze und Druck präzise an den Kern angepasst. Spritzgießen ermöglicht das genaue und schnelle Befüllen von Formen für komplexe oder in großen Stückzahlen gefertigte Walzen. Das Verfahren gewährleistet die Kontrolle der endgültigen Beschichtungsgeometrie und eine maximale Haftung zwischen Gummi und Kern. Die Formkonstruktion ist entscheidend: Merkmale wie Entlüftung und gleichmäßige Wärmeübertragung werden so ausgelegt, dass Defekte minimiert und eine gleichmäßige Vulkanisation sichergestellt wird.
Welche Rolle spielen Vulkanisierformen bei der Herstellung von Gummiwalzen?
Vulkanisierformen dienen dazu, die vorgegebene Geometrie der Walze während des Vulkanisationsprozesses aufrechtzuerhalten. Diese Formen umschließen den gummierten Kern, widerstehen dem Innendruck und sorgen für eine gleichmäßige Wärmezufuhr, um die Vernetzung im Gummi zu fördern. Ohne Vulkanisierformen könnte es beim Erhitzen zu einer Ausdehnung oder einem Formverlust des Gummis kommen, was zu Fehlern an den fertigen Walzen führen würde. Moderne Vulkanisierformen sind für einen schnellen Temperaturausgleich, die ordnungsgemäße Entlüftung der Reaktionsgase und eine einfache Reinigung optimiert. Dies trägt dazu bei, Verunreinigungen zu vermeiden und die Qualität der Walzenwiederholfrequenz zu gewährleisten.
Was ist Vulkanisation von Gummi und warum ist sie wichtig?
Die Vulkanisation von Kautschuk ist ein chemischer Prozess, bei dem Vulkanisationsmittel, meist Schwefel, bei hohen Temperaturen mit ungesättigten Polymerketten reagieren. Dadurch entstehen kovalente Vernetzungen zwischen den Ketten, wodurch der Kautschuk von einem weichen, duktilen Zustand in ein elastisches, widerstandsfähiges und hitzebeständiges Material umgewandelt wird. Die Vulkanisation ist von grundlegender Bedeutung, da sie die endgültigen mechanischen und thermischen Eigenschaften der Walze bestimmt, wie beispielsweise Zugfestigkeit und Beständigkeit gegenüber Lösungsmitteln, Abrieb und Verformung. In industriellen Umgebungen sind diese Eigenschaften entscheidend, um sicherzustellen, dass die Walzen dem Dauerbetrieb und der Einwirkung aggressiver Chemikalien oder mechanischer Belastung standhalten.
Wie wirkt sich der Gummibeschichtungsprozess auf die Produktqualität aus?
Der Gummibeschichtungsprozess – ob durch Formgießen, Extrudieren oder Kalandrieren – beeinflusst maßgeblich wichtige Qualitätsmerkmale wie Oberflächenglätte, Schichtdickenpräzision und Haftfestigkeit am Kern. Unzureichende Kontrolle während der Beschichtung kann zu Schichtdickenabweichungen, Lufteinschlüssen oder schwacher Haftung führen und die Walzenleistung beeinträchtigen. Anlagen setzen hochpräzise Kalander und optimierte Formen ein, um eine gleichmäßige Schichtdicke zu gewährleisten. Inline-Dickensensoren und Analysesysteme erkennen Abweichungen frühzeitig und reduzieren so das Risiko, dass minderwertige Produkte in nachfolgende Produktionsstufen gelangen. Beispielsweise können bereits geringfügige Schwankungen der Beschichtungsdicke den Verschleiß beschleunigen und die Maschinenleistung negativ beeinflussen.
Wie läuft die Vulkanisation von Gummiwalzen ab?
Die Vulkanisation von Gummiwalzen erfolgt durch Erhitzen des gummierten Kerns in einer Vulkanisationsform oder einem Ofen unter streng kontrollierten Bedingungen. Das gängigste Verfahren verwendet Schwefel als Vernetzungsmittel, der unter Hitze (typischerweise 140–180 °C) und Druck (bis zu mehreren MPa) reagiert. Die Dauer variiert je nach Gummisorte und Walzenabmessung und liegt oft zwischen 30 Minuten und mehreren Stunden, um eine vollständige Vernetzung zu gewährleisten. Die Vulkanisationsform verhindert Verformungen, während Temperaturzyklen und kontrollierte Aufheizraten eine gleichmäßige Vulkanisation über den gesamten Walzenquerschnitt sicherstellen. Nach Abschluss der Vulkanisation wird die Walze abgekühlt, entformt und Nachbearbeitungsprozessen wie Schleifen und Polieren unterzogen. Dieser Schritt fixiert die für den anspruchsvollen industriellen Einsatz notwendigen Eigenschaften wie Elastizität, Rückstellkraft und chemische Beständigkeit.
Veröffentlichungsdatum: 19. Dezember 2025



