Wählen Sie Lonnmeter für präzise und intelligente Messungen!

Inline-Konzentrationsmessung im Weißweinherstellungsprozess

Die Inline-Konzentrationsmessung ist bei der Weißweinherstellung unverzichtbar, insbesondere bei der Echtzeitmessung der Zuckerkonzentration und des Alkoholgehalts, um Brix-Zuckerschwankungen während der Gärung sofort zu erfassen und automatische Anpassungen auszulösen. Dadurch wird das Abkratzen von Chargen um 12–18 % reduziert und Aromaverluste durch verzögerte Offline-Überwachung vermieden.

Den Weißweinherstellungsprozess verstehen

Die Weißweinherstellung ist ein sorgfältig abgestimmter Prozess, der frische Trauben in eine fertige Flasche verwandelt und dabei Aroma, Frische und sortentypischen Charakter in jedem kontrollierten Schritt bewahrt. Die Reise beginnt im Weinberg, setzt sich mit technischen Eingriffen im Weinkeller fort und endet mit der Abfüllung mithilfe modernster Automatisierung.

Vom Weinberg bis zur Flasche: Die Weißweinherstellung beginnt mit dem Anbau der Trauben, gefolgt von der Sortierung, um minderwertige Früchte auszusortieren. Die Trauben werden schonend in Schutzgaspressen gepresst (optional mit Vorbehandlungen zur Ertragssteigerung und Klärung). Anschließend wird der Most geklärt (durch Absetzen/Schönen), um Feststoffe zu entfernen. Die alkoholische Gärung findet bei 15–20 °C in temperaturkontrollierten Tanks statt, wobei Messgeräte und Densitometer die Umwandlung von Zucker in Alkohol überwachen. Nach der Gärung wird der Wein stabilisiert (Kältestabilisierung, Schönung) und reift. Anschließend wird er filtriert (Tiefenfiltration/Membranfiltration) und vor der automatisierten Abfüllung – unter Berücksichtigung von Hygiene, Präzision und minimalem Sauerstoffkontakt – abgefüllt.

Weißwein

Weißwein

*

Die Rolle des Pressens für die Saft- und Weinqualität

Das Pressen von Trauben zur Weinherstellung extrahiert nicht nur Saft, sondern prägt auch die Mostzusammensetzung, die Enzymaktivität und das anfängliche Aromaprofil. Bei Weißwein ist die schnelle Trennung von Saft, Schalen und Kernen entscheidend, um Oxidation und unerwünschte Tanninextraktion zu verhindern. Die Wahl zwischen klassischer, Mazerations- und inerter Pressung beeinflusst maßgeblich Klarheit, Polyphenolgehalt, Säure und Aromenkomplexität. Moderne Pressen ermöglichen zudem eine präzise Drucksteuerung, abgestimmt auf die Rebsorte und den gewünschten Weinstil.

Traubenmostaufbereitung: Pressen und Klären

Mechanische und pneumatische Pressverfahren zur Traubensaftgewinnung

Das Pressen der Trauben ist ein entscheidender Schritt bei der Weißweinherstellung und beeinflusst direkt die Saftausbeute und -qualität. Mechanische (traditionelle hydraulische) Pressen gewinnen den Traubensaft durch physikalische Kraft, während pneumatische Pressen mit Druckluft oder Vakuum arbeiten, um den Most schonend zu komprimieren. Pneumatische Systeme ermöglichen eine kontrolliertere und gleichmäßigere Druckanwendung und reduzieren so die Beschädigung der Traubenbestandteile. Dies führt zu höheren Saftausbeuten und einem besseren Erhalt der feinen Aromastoffe und der Farbe – besonders wichtig bei Weißweinen, die auf Premiumqualität abzielen.

Pneumatische Pressen bieten Prozesseffizienz und Energieeinsparungen. Sie ermöglichen schnellere Produktionszyklen und eine verbesserte thermische Homogenisierung während der Gärung, was für sensorische und wirtschaftliche Werte in Großweingütern entscheidend ist. Sowohl hydraulische als auch pneumatische Verfahren werden zum Pressen des Presskuchens (Trester) eingesetzt, wodurch die Saftausbeute weiter erhöht und die Farbintensität beeinflusst werden kann, ohne dass es signifikante Unterschiede in der Verbraucherakzeptanz zwischen den Methoden gibt. Das Prozessphasenmanagement beim pneumatischen Pressen, wie die Anpassung von Druck und Zeit in jedem Zyklus, ist heute als Mittel zur Maximierung der Extraktion und Minimierung von Qualitätsverlusten anerkannt.

Faktoren, die die Ausbeute und die Bildung von Aromastoffen beim Pressen von Säften beeinflussen

Die Ausbeute, definiert als das Verhältnis von extrahiertem Saft zu Traubenmasse, wird durch das Pressverfahren beeinflusst – einschließlich des angewendeten Drucks, der Pressdauer und des Zeitpunkts der Tresterextraktion. Eine optimale Extraktion vereint hohe Ausbeute mit dem Erhalt aromatischer und phenolischer Verbindungen. Zu hoher Druck ermöglicht zwar eine höhere Saftausbeute, kann aber zu einem Anstieg der Phenole und einer Verringerung der aromatischen Komplexität führen. Niedrige und allmähliche Druckzyklen hingegen begünstigen den Erhalt von Estern, Terpenen und anderen flüchtigen Verbindungen, was sich positiv auf die nachfolgende alkoholische Gärung bei der Weinherstellung auswirkt.

Empirische Belege bestätigen, dass durch fachgerechte mechanische oder pneumatische Pressung mit präziser Druck- und Zeitsteuerung die gewünschten Aromastoffe erhalten und gleichzeitig eine unerwünschte Überextraktion von Phenolen verhindert werden kann. Dieser Schritt prägt entscheidend die aromatische Grundlage des fertigen Weißweins.

Traubenmostklärung: Sedimentations-, Flotations- und Zentrifugationsverfahren

Die Klärung entfernt Schwebstoffe aus dem Traubenmost vor dessen Einfüllung in die Gärtanks. Drei Hauptverfahren zur Traubenmostklärung werden angewendet:

  • Sedimentation (statische Kaltabsetzung):Der Traubenmost wird abgekühlt und ruht, damit sich die Feststoffe durch Schwerkraft absetzen können. Diese Methode erfordert nur wenig Ausrüstung und eignet sich für mittlere Mengen, kann aber langsam sein – die Absetzzeiten reichen von mehreren Stunden bis zu Tagen. Sie wird aufgrund ihrer Einfachheit und des minimalen Eingriffs bevorzugt.
  • Auftrieb:Bei der Flotation wird Stickstoff oder Luft in die Maische eingeleitet, wodurch Feststoffe an die Oberfläche steigen und abgetrennt werden können. Die Flotation ist schneller als die Sedimentation und ideal für die großtechnische oder kontinuierliche Produktion, erfordert jedoch spezielle Anlagen. Die Sauerstoffaufnahme kann das Oxidationsrisiko erhöhen und das Aromaprofil subtil verändern; daher sind Systemdesign und -management von entscheidender Bedeutung.
  • Zentrifugation:Durch die schnelle Rotation werden Feststoffe rasch vom Most getrennt. Diese Technologie eignet sich besonders für Weingüter mit hohem Durchsatz, die eine zügige und gründliche Klärung benötigen. Die höheren Anfangsinvestitionen werden durch die Effizienz ausgeglichen, jedoch besteht bei übermäßiger Nutzung die Gefahr, dass kolloidale Substanzen entfernt werden, die zur Körperfülle und Aromakomplexität des Weins beitragen.

Flotation und Zentrifugation erzielen eine vergleichbare Saftklarheit wie die Sedimentation. Die Wahl des Klärungsverfahrens kann jedoch die Konzentrationen flüchtiger und Aromastoffe beeinflussen; es gibt Hinweise auf Unterschiede in den primären Aromavorstufen bei der Anwendung von Flotation im Vergleich zur statischen Sedimentation.

Schritte der Weißweinherstellung

Einfluss der Traubenmostklarheit auf die Gärung und flüchtige Stoffe

Die Klarheit des Traubenmosts hat einen entscheidenden Einfluss auf die alkoholische Gärung bei der Weinherstellung. Eine hohe Klarheit – die Entfernung der meisten Feststoffe – fördert eine stabile Gärung, verbessert die Hefeleistung und erhöht die Reproduzierbarkeit der gewünschten Aromaprofile. Umgekehrt kann eine übermäßige Feststoffentfernung Aromavorstufen und Kolloide zerstören, die für die Entwicklung komplexer Aromen und eines ausgewogenen Mundgefühls unerlässlich sind. Studien zeigen, dass der Feststoffgehalt im Most nicht nur die Gärungseffizienz bestimmt, sondern auch die Erhaltung und Bildung flüchtiger Ester und höherer Alkohole beeinflusst, die für die sensorischen Eigenschaften von Weißwein essenziell sind.

Die optimale Mostklarheit muss daher ein Gleichgewicht zwischen zuverlässiger Gärung und dem Erhalt von für Aroma und Textur des Weins entscheidenden Elementen herstellen. Zu geringe Klärung kann zu trägen Gärprozessen oder Fehlaromen führen, während zu viel Klärung Weine mit geringer Komplexität hervorbringen kann. Fortschritte in der Echtzeitüberwachung, wie beispielsweise die Nahinfrarotspektroskopie, ermöglichen heute die präzise Steuerung des Mostklärungsprozesses und somit die gezielte Herstellung bestimmter Weinstile.

Kontrollierter alkoholischer Gärungsprozess

Bei der Weißweinherstellung wandeln spezifische Hefestämme den Traubenzucker in Ethanol und Aromastoffe um. Die alkoholische Gärung findet in geschlossenen Gärtanks nach der Traubensaftgewinnung und Mostklärung statt. Präzise Umgebungsbedingungen und kontinuierliche Überwachung sind erforderlich, um einen gleichbleibend hochwertigen Wein zu erzeugen.

Messung und Kontrolle der Zuckerkonzentration

Die Messung der Zuckerkonzentration ist vor und während der Gärung von grundlegender Bedeutung. Eine genaue Überwachung ermöglicht es Winzern:

  • Den Gärungsfortschritt bestimmen.
  • Passen Sie die Parameter an, um stockende oder träge Gärungen zu vermeiden.
  • Zielalkoholgehalt erreichen.

Zu den Instrumenten und Methoden gehören:

  • Digitale Refraktometer lassen sich problemlos mit Apps verbinden und liefern kontinuierliche Zuckermesswerte zur Prozesskontrolle.
  • Photometer liefern präzise Messwerte für reduzierende Zucker, die für die Überwachung der Schritte der alkoholischen Gärung unerlässlich sind.
  • Inline-KonzentrationsmessgeräteSie liefern Echtzeitdaten aus den Weingärtanks und ermöglichen so ein sofortiges Eingreifen.

Diese Werkzeuge optimieren die Automatisierung von Weinabfüllanlagen und gewährleisten optimale Bedingungen auch bei hohem Durchsatz.

Alkoholkonzentrationsüberwachung

Die Überwachung des Alkoholgehalts während der Gärung ist entscheidend für die Qualität und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. In Gärbehälter für die Weinherstellung installierte Inline-Alkoholkonzentrationsmessgeräte liefern folgende Informationen:

  • Kontinuierliche, präzise Daten ohne manuelle Probenahme.
  • Unterstützung bei der Bestimmung des Alkoholgehalts in fermentiertem Wein und der Einhaltung der Produktkennzeichnungsvorschriften.

Messwerte von Inline-Sensoren – wie beispielsweise die Alkoholgehaltsmessung im Wein – unterstützen Winzer bei der Feinabstimmung der Gärung und der Sicherstellung einer gleichbleibenden Endproduktqualität. Foto- und refraktometrische Verfahren sind hierbei am weitesten verbreitet und gewährleisten sowohl hohe Arbeitsgeschwindigkeit als auch Genauigkeit.

Echtzeit-Gärungsanpassung in Tanks

Während der Gärung überwachen die Winzer die Prozessvariablen und greifen bei Bedarf ein:

  • Echtzeit-Sensordaten (Zucker, Alkohol, Temperatur, Hefegesundheit) bilden die Grundlage für flexible Anpassungen.
  • Winzer können Temperatur, Nährstoffzugaben oder Belüftung regulieren, um die Hefeaktivität aufrechtzuerhalten und sensorische und chemische Rückmeldungen zu interpretieren.
  • Automatisierte Systeme versenden Warnmeldungen und visualisieren Datentrends zur fundierten Entscheidungsfindung.

Die kontinuierliche Kontrolle in Gärtanks gewährleistet optimale Bedingungen für die Hefeentwicklung und beugt unerwünschten Folgen wie Gärstockungen oder unzureichender Aromaentwicklung vor. Die Integration moderner Instrumente, Sensornetzwerke und automatisierter Anwendungen ermöglicht die präzise Steuerung der alkoholischen Gärung bei der Weinherstellung.

Messung und Überwachung des Alkoholgehalts

Die regelmäßige Messung des Alkoholgehalts ist bei der Weißweinherstellung nach der Gärung unerlässlich. Die Bestimmung des Alkoholgehalts (Vol.-%) in diesem Stadium bestätigt, dass der Zucker vollständig in Ethanol umgewandelt wurde und liefert wichtige Daten für die Qualitätssicherung und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Winzer messen den Alkoholgehalt üblicherweise, sobald die Gärung abgeschlossen zu sein scheint. Anhand der Messwerte entscheiden sie, ob eine Nachbehandlung wie die Kältestabilisierung erforderlich ist oder ob der Wein abfüllbereit ist. Dies gewährleistet eine gleichbleibende Produktqualität über alle Chargen hinweg und die Einhaltung definierter Weinstile.

Methoden und Instrumente zur Alkoholmessung

Traditionelle Methoden verwenden Instrumente wie Hydrometer und Refraktometer. Diese Geräte messen die Dichte des Weins und vergleichen die Werte vor und nach der Gärung, um den Alkoholgehalt (ABV) zu berechnen. Korrekte Kalibrierung und sachgemäße Probenbehandlung sind für genaue Ergebnisse unerlässlich. So kann beispielsweise ein Hydrometerwert anzeigen, wann die Gärung abgeschlossen ist; eine über mehrere Tage konstante Dichte deutet darauf hin, dass die Zuckerumwandlung abgeschlossen ist.

Fortschritte haben spektroskopische Verfahren und Inline-Alkoholkonzentrationsmessgeräte hervorgebracht, die eine Echtzeitüberwachung ermöglichen. Die Nahinfrarotspektroskopie (NIR) bietet eine kontinuierliche, zerstörungsfreie Analyse chemischer Parameter wie Ethanol, sogar während der Produktion, ohne manuelle Probenahme. Inline-Alkoholmessgeräte – darunter digitale, intelligente Alkoholmessgeräte mit Deep Learning – ermöglichen eine Echtzeitüberwachung.Coriolis-Massenstrommesser—ermöglicht nun eine präzise, ​​automatisierte Messung der Alkoholkonzentration direkt im Gärbehälter oder in Weinfiltrationssystemen und lässt sich nahtlos in die Automatisierung von Weinabfüllanlagen und moderne Weingärtanks integrieren.

Gärtank für Weißwein

Weißwein-Gärtank

*

Vorteile von Inline-Konzentrationsmessgeräten

Inline-Konzentrationsmessgeräte bieten gegenüber der manuellen Messung mehrere wichtige Vorteile:

  • Kontinuierliche Echtzeitdaten:Die automatische Rückverfolgung ermöglicht es den Herstellern, Abweichungen frühzeitig zu erkennen und so das Risiko von Chargen außerhalb der Spezifikation zu verringern.
  • Prozesseffizienz und -steuerung:Die Automatisierung optimiert die Produktion, da Anpassungen an Temperatur, Zeit oder Zusatzstoffen auf Basis von Live-Alkoholmessungen vorgenommen werden können.
  • Verbesserte Genauigkeit:Intelligente Sensoren, die durch maschinelles Lernen unterstützt werden, minimieren Messfehler und verbessern so die Präzision sowohl für kleine als auch für große Hersteller.
  • Reduzierter Arbeitsaufwand und Stichprobenfehler:Durch den Verzicht auf die Probenahme durch Menschen im Arbeitsablauf verringert sich die Wahrscheinlichkeit einer Kontamination oder einer Fehlmessung.

Beispielsweise messen Inline-Brix-Systeme die Zucker- und Alkoholkonzentration und ermöglichen so schnelle Reaktionen, falls die Gärung ins Stocken gerät oder vom Ziel-ABV abweicht.

Inline-Konzentrationsmessung zur kontinuierlichen Qualitätskontrolle während des Verpackungsprozesses

Inline-Konzentrationsmesstechnologien sind für die kontinuierliche Qualitätssicherung bei der Weinabfüllung unerlässlich. Ultraschall-Konzentrationsmessgeräte von Lonnmeter ermöglichen die Echtzeitmessung der Wein- und Mostkonzentration direkt in der Produktionslinie, einschließlich Zucker-, Alkohol- und Reinigungsmittelrückständen.

Die kontinuierliche Konzentrationsüberwachung stellt sicher, dass nur Wein mit der vorgegebenen Klarheit und dem erforderlichen Alkoholgehalt in die Abfüllanlage gelangt. Sie reduziert Abfall, indem sie das Abfüllen von nicht spezifikationsgemäßem Material verhindert und automatisierte Reinigungsabläufe durch die präzise Erkennung von Übergängen zwischen Produkt und CIP-Reinigungsflüssigkeiten (Clean-in-Place) unterstützt. Moderne Weingüter nutzen diese Technologien, um die Ressourcennutzung zu optimieren, die Betriebskosten zu senken und eine gleichbleibende Qualität in jeder Flasche zu gewährleisten.

Diese hochentwickelten Filtrations- und Messsysteme sind von grundlegender Bedeutung für die modernen Weißweinherstellungsschritte und gewährleisten, dass der gesamte Prozess vom Pressen der Trauben über die alkoholische Gärung und die Kältestabilisierung bis hin zur endgültigen Abfüllung stets den Qualitäts- und Sicherheitsstandards entspricht.

Automatisierung und Prozessoptimierung mit Inline-Konzentrationsmessgeräten

Inline-Konzentrationsmessgeräte sind im Weißweinherstellungsprozess unverzichtbar und liefern automatisierte Echtzeit-Einblicke in kritische Schritte – vom Pressen der Trauben bis zur Abfüllung. Diese Instrumente messen kontinuierlich Parameter wie Zucker-, Alkohol- und Säurekonzentrationen und ermöglichen so eine präzise Steuerung und schnelle Reaktion während des gesamten Weinherstellungsprozesses.

Prinzip und Funktion bei der Weinherstellung

Inline-Konzentrationsmessgeräte arbeiten durch die Messung des Brechungsindex, der Dichte, der Schallgeschwindigkeit oder der Infrarotabsorption von Wein, während dieser durch Rohrleitungen und Behälter fließt. Alkoholkonzentrationsmessgeräte wandeln Schallgeschwindigkeitsänderungen in Einheiten wie °Brix oder °Oechsle um und geben so direkt den Gehalt an gelöstem Zucker in Traubenmost und Wein an. Andere Messgeräte verwenden oszillierende Röhren oder IR-Spektroskopie, um die Alkohol- und Säurekonzentration zu messen und so sicherzustellen, dass kritische Qualitätsparameter von der Mostaufbereitung über die alkoholische Gärung bis hin zur Kältestabilisierung und Filtration überwacht werden.

Einrichtung von Inline-Messsystemen zur Echtzeit-Datenerfassung

Der Einsatz von Inline-Messtechnik beginnt mit der Auswahl geeigneter Sensortypen – Refraktometer für Zucker, IR-Spektrometer für Phenole und Alkoholgehalt, elektronische Nasen zur Säureerkennung und Dichte-/Schallgeschwindigkeitsanalysatoren für die finale Alkoholmessung. Die Platzierung der Instrumente ist strategisch: Messgeräte werden an Schlüsselstellen installiert, beispielsweise nach der Traubensaftgewinnung für Wein, zu Beginn und am Ende der alkoholischen Gärung sowie vor und nach der Weinfiltration.

Die Kalibrierung ist unerlässlich. Sensoren müssen vor der Verwendung und regelmäßig während des Betriebs mit Standardlösungen oder Laboranalysegeräten kalibriert werden. Moderne Messgeräte verfügen über Temperaturkompensation und partikeltolerante Konstruktionen, um trotz Temperaturschwankungen oder Schwebstoffen im Most die Genauigkeit zu gewährleisten. Die Integration mit Digitalanzeigen, SPS oder SCADA ermöglicht die sofortige Visualisierung, Trendanalyse und Prozessalarme bei Überschreitung kritischer Grenzwerte.

Beispielsweise liefern Inline-Konzentrationsmessgeräte eine Echtzeit-°Brix-Messung, während der gepresste Traubenmost in die Gärtanks gelangt. Dadurch können die Bediener Gärziele festlegen und den Fortschritt ohne Verzögerungen durch Probenahmen verfolgen.

Integration von Automatisierung zur Reduzierung von Fehlern und Maximierung der Konsistenz

Sobald die Inline-Sensoren betriebsbereit sind, kann ihr kontinuierlicher Datenstrom die automatisierte Logik zur Prozessoptimierung steuern. SPS- und Prozessleitsysteme empfangen die Messwerte direkt und lösen so Steuerungsaktionen aus: automatische Temperaturanpassung bei der Gärung, Dosierung von Schönungsmitteln für Weißwein oder Umschaltung von Fließwegen während Filtrationsschritten.

Moderne Systeme verknüpfen Sensordaten mit Rückkopplungsschleifen. Wenn die Zuckerwerte am Ende der alkoholischen Gärung stagnieren, kann das System automatisch Kühlung, Abstich oder Filtration einleiten. Bei der Schönung von Weißwein und der Kaltstabilisierung in der Weinherstellung trägt die Echtzeitkonzentration dazu bei, das korrekte chemische Milieu aufrechtzuerhalten, manuelle Eingriffe zu minimieren und die Ergebnisse der einzelnen Chargen zu standardisieren.

Durch eine solche Integration werden Bedienungsfehler deutlich reduziert, eine hohe Wiederholgenauigkeit über verschiedene Chargen hinweg gewährleistet und das Risiko von Prozessabweichungen, Verderb oder Abweichungen von den Spezifikationen minimiert.

Anwendungen von der Mostaufbereitung bis zur Abfüllung

Inline-Konzentrationsmessgeräte finden Anwendung in nahezu allen Schritten der Weißweinherstellung:

  • Traubenmostzubereitung: Messung der Zuckerkonzentration im Traubensaft bei der Extraktion, Unterstützung von Ernteentscheidungen und ersten Gärberechnungen.
  • Alkoholische GärungDie Zuckerabnahme und der Alkoholanstieg werden in Echtzeit überwacht. Der Gärbehälter für die Weinherstellung profitiert von dieser präzisen Überwachung, sodass die alkoholische Gärung weder zu kurz noch zu lang verläuft.
  • Schönung und Kaltstabilisierung: Anpassung der Zugabe von Schönungsmitteln für Weißwein und Kontrolle von Ausfällungsreaktionen durch Überwachung von Konzentrationsverschiebungen.
  • Filtration und Abfüllung: Überprüfung der Weinzusammensetzung nach der Klärung des Traubenmosts und während der Filtration; Steuerung der Produktübergänge in einem automatisierten Abfüllsystem für Wein, um Vermischungen und Verluste während der Umschaltungen zu vermeiden.
  • Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und KennzeichnungDie Bestimmung des Alkoholgehalts nach der Gärung mittels Instrumenten zur Messung des Alkoholgehalts im Wein ist entscheidend für die Etikettierung und den Export.

Beispiele hierfür sind der Einsatz eines Dichtemessgeräts zur Überprüfung, ob der Alkoholgehalt und der Restzuckergehalt im Wein vor der Abfüllung den gesetzlichen und stilistischen Anforderungen entsprechen. Ein weiteres Beispiel: IR-Spektrometer bestätigen den erfolgreichen Abschluss von Kältestabilisierungsverfahren für Wein, indem sie die Ausfällung von Weinstein ohne manuelle Eingriffe detektieren.

Diese Technologien, die für die Anforderungen der einzelnen Schritte des Weinfiltrationsprozesses entwickelt wurden und von kleinen Kellern bis hin zu vollautomatischen Weinabfüllanlagen skalierbar sind, verändern die Qualitätssicherung und die Prozesseffizienz in modernen Weingütern grundlegend.

Sicherstellung von Geschmacks- und Aromaprofilen

Die präzise Konzentrationsmessung während der Weißweinherstellung ist unerlässlich für die Kontrolle flüchtiger und aromatischer Verbindungen. Diese Moleküle sind maßgeblich für das sensorische Profil des Weins, einschließlich seiner Aroma- und Geschmacksnuancen.

Inline-Konzentrationsmessgeräte, die in allen wichtigen Schritten der Weißweinherstellung eingesetzt werden – wie dem Pressen der Trauben, der Traubensaftgewinnung und der alkoholischen Gärung – liefern verwertbare Daten über Verbindungen wie Ester, höhere Alkohole und Säuren.

Zusammenhang zwischen Konzentration, flüchtigen Bestandteilen und aromatischen Verbindungen

Die quantitative Bestimmung von Zucker und Säuren im Traubenmost mittels Inline-Konzentrationsmessgeräten steht in direktem Zusammenhang mit der Bildung flüchtiger Verbindungen während der alkoholischen Gärung. So beeinflusst beispielsweise die Zuckerkonzentration die Synthese von Estern wie Isoamylacetat und Ethylhexanoat. Überschüssiger Zucker kann die Bildung bestimmter Aromaester unterdrücken, während Fed-Batch-Gärverfahren eine kontrollierte Zuckerzufuhr ermöglichen, wodurch die Esterproduktion gesteigert und unerwünschte Essigsäure reduziert wird.

Gezielte Eingriffe – wie die Zugabe von Schwefeldioxid – verändern den Verlauf der Gärung und beeinflussen sowohl die Bildung als auch die Stabilität wichtiger Aromastoffe. Klärungs- und Schönungsprozesse, die auf Echtzeitmessungen basieren, reduzieren zusätzlich Verbindungen wie Catechin und mindern so Bitterkeit und Fehlgeschmäcker.

Auswirkungen der Prozesskontrolle auf die sensorischen Ergebnisse

Die präzise Steuerung der einzelnen Schritte bei der Weißweinherstellung prägt das endgültige Geschmacksprofil. Zum Beispiel:

  • Säurekorrekturen während der Gärung können die wahrgenommene Säure und die Gesamtbalance des Weins beeinflussen. Eine späte Säurezugabe hat tendenziell einen größeren Einfluss, insbesondere nach der malolaktischen Gärung.
  • Mazerationstechniken – Zeitpunkt und Dauer – können erwünschte Aromastoffe, insbesondere Terpene und Fruchtester, verstärken. Der Kontakt mit den Schalen vor der Gärung intensiviert blumige und fruchtige Noten, während eine Mazeration nach der Gärung das sensorische Profil komplexer gestalten kann, mitunter auf Kosten der Frische.
  • Die Kältestabilisierung bei der Weinherstellung, die mithilfe von Inline-Messgeräten genau überwacht wird, bewahrt flüchtige Aromen, die empfindlich auf Temperaturschwankungen reagieren.

Weinfiltrationssysteme und moderne Filtrationstechnologien entfernen unerwünschte Feststoffe und reduzieren Trübungen, bergen aber bei ungenauer Handhabung auch das Risiko des Verlusts flüchtiger Verbindungen. Prozessanalytische Technologien, die in die Filtrationsschritte integriert sind, tragen dazu bei, die Klarheit zu erhalten, ohne das Aroma zu beeinträchtigen.

Nutzung analytischer Daten zur Vorhersage und Verbesserung der Qualität

Analytische Erkenntnisse aus der Klärung von Weinmost, der Überwachung von Gärbehältern und der Automatisierung von Weinabfüllanlagen fließen in Vorhersagemodelle ein. Plattformen wie FlavorMiner, die molekulare Graphen-Deskriptoren nutzen, prognostizieren spezifische sensorische Attribute – wie nussige, fruchtige und Fehlaromen – mit hoher Genauigkeit. Maschinelle Lernalgorithmen, angewendet auf UV-Vis-Spektrophotometrie-Daten, klassifizieren Weinherkunft und Traubensafteigenschaften mit einer Zuverlässigkeit von über 91 %.

Durch die Integration von Konzentrationsmessungen in jeden Arbeitsschritt können Weißweinproduzenten eine Echtzeit-Prozesskontrolle gewährleisten, die Einhaltung strenger gesetzlicher Vorgaben sicherstellen und ihre Abläufe von der Traube bis zum Glas optimieren.

Häufig gestellte Fragen

Was sind die wichtigsten Schritte bei der Weißweinherstellung?

Die Weißweinherstellung umfasst mehrere präzise Schritte, die Frische und Aroma bewahren. Zunächst werden die Trauben im optimalen Reifezustand ausgewählt, wobei besonderer Wert auf Zucker-, Säure- und Aromagehalt gelegt wird. Die Lese erfolgt von Hand oder maschinell, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Traubenqualität und Verarbeitungseffizienz zu gewährleisten. Anschließend werden die Trauben gequetscht und gepresst. Durch das schonende Pressen wird eine übermäßige Extraktion von Phenolen vermieden, wodurch Klarheit und Ausgewogenheit erhalten bleiben. Der gewonnene Traubensaft wird geklärt, indem Feststoffe durch Absetz- oder Schönungsmittel entfernt werden.

Nach der Klärung erfolgt die alkoholische Gärung in temperaturkontrollierten Gärbehältern. Die Gärtanks werden bei 13–18 °C gehalten, um den Erhalt der Aromen zu fördern. Die Gärung ist abgeschlossen, sobald der Zucker in Alkohol umgewandelt ist und dem Wein seine Struktur und seinen Charakter verleiht. Anschließend erfolgt die Kältestabilisierung, um die Ausfällung von Weinsteinkristallen im abgefüllten Wein zu verhindern. Dies wird durch Kühlung vor der Filtration sichergestellt und gewährleistet Klarheit und Stabilität. Im Anschluss daran wird der Weißwein geschönt. Mittel wie Bentonit, Kasein und PVPP entfernen unerwünschte Proteine ​​und Phenole. Nach der Schönung werden verbleibende Partikel durch Filtrationssysteme und -technologien entfernt, wodurch ein stabiler, klarer Wein entsteht. Die Abfüllung erfolgt unter streng kontrollierten Bedingungen, die den Kontakt mit Sauerstoff und Temperatur begrenzen – entscheidend für Frische und Haltbarkeit.

Warum ist das Pressen von Trauben zur Saftgewinnung für die Herstellung von Weißwein so wichtig?

Das Pressen von Trauben zur Weinherstellung gewinnt den für die Gärung benötigten Saft. Druck und Pressmethode beeinflussen direkt Ertrag, Geschmack und Klarheit. Hoher Druck kann bittere Phenole freisetzen und die Farbe verändern, während schonendes Pressen einen reineren Saft ergibt. Beispielsweise wird das Pressen von Chardonnay-Trauben in der italienischen Region Franciacorta sorgfältig durchgeführt, um Säure, Aroma und Mostzusammensetzung auszubalancieren. Die Wahl optimaler Bedingungen gewährleistet, dass die Traubensaftgewinnung dem Weinstil entspricht und eine gleichbleibende Qualität über verschiedene Chargen hinweg erzielt wird.

Wie wird der Alkoholgehalt bei der Weinherstellung gemessen?

Zur Bestimmung des Alkoholgehalts in Wein stehen verschiedene Methoden und Instrumente zur Verfügung. Zu den Instrumenten zur Messung des Alkoholgehalts in Wein gehören tragbare Alkoholkonzentrationsmessgeräte, Inline-Konzentrationsmessgeräte für die Weinherstellung, Densitometer und Dichtemessgeräte. Inline-Konzentrationsmessgeräte ermöglichen die kontinuierliche Messung in Gärbehältern und somit die Echtzeit-Anpassung zur Qualitätskontrolle und Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen. Traditionelle Methoden verwenden Hydrometer oder Refraktometer, die die Zuckerkonzentration im Traubensaft und den Alkoholgehalt nach der Gärung durch Messung von Dichteänderungen oder Brechungsindex bestimmen. Labortechniken wie die Destillation mit Dichtemessung und die Gaschromatographie liefern hochpräzise Ergebnisse, erfordern jedoch Fachkenntnisse. Die Nahinfrarotspektroskopie ermöglicht eine schnelle, zerstörungsfreie Analyse und wird zunehmend zur Überwachung automatisierter Weinabfüllanlagen eingesetzt.

Was versteht man unter Kältestabilisierung bei der Weinherstellung?

Die Kältestabilisierung bei der Weinherstellung ist ein Vorabfüllungsverfahren, das die Bildung von Weinsteinkristallen hemmt. Der Wein wird gekühlt – typischerweise unter Raumtemperatur –, sodass überschüssiges Kaliumbitartrat vor der Abfüllung ausfällt. Dieser Schritt ist besonders wichtig für Weißweine, da sichtbare Kristalle von Konsumenten fälschlicherweise für Fehler gehalten werden können. Die Kältestabilisierung erhält sowohl die optische Klarheit als auch die sensorische Stabilität. Neuere Verfahren der Kältestabilisierung für Wein, wie Plasmapolymerisationsbeschichtungen, ermöglichen die Stabilisierung bei höheren Temperaturen und reduzieren so den Energieverbrauch. Alternativen wie Carboxymethylcellulose (CMC) und Metatartarsäure werden ebenfalls häufig eingesetzt und übertreffen traditionelle Methoden mitunter hinsichtlich des Erhalts der Phenole und der Farbstabilität.

Welche Mittel werden üblicherweise zur Schönung von Weißwein verwendet?

Zu den Schönungsmitteln für Weißwein zählen Bentonit, Gelatine, Kasein und PVPP. Bentonit, ein Tonmineral, entfernt trübungsverursachende Proteine. Gelatine und Kasein sind tierische Proteine, die zur Reduzierung von Bitterkeit und zur Klärung des Weins eingesetzt werden. PVPP, ein synthetisches Polymer, bindet phenolische Verbindungen, um die Bräunung zu verringern und die Stabilität zu verbessern. Die Auswahl des Schönungsmittels hängt von spezifischen Problemen des Weins ab – Trübung, Bitterkeit oder Farbe – und den gewünschten Ergebnissen. Neuartige Schönungsmittel wie Aktivkohle, Erbsenprotein und Chitinderivate sowie Mischungen bieten allergenfreie und nachhaltige Alternativen. Ihr Einsatz nimmt zu, insbesondere bei der Verarbeitung von Weinen aus fäulnisbefallenen Trauben oder wenn Verbraucherpräferenzen und gesetzliche Bestimmungen unkonventionelle Schönungsmittel erfordern. Die Wirksamkeit jedes Schönungsmittels ist eng mit dem Weißweinherstellungsprozess, der Weinmatrix und dem Polyphenolprofil verknüpft.

 


Veröffentlichungsdatum: 19. November 2025