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Inline-Konzentrationskontrolle bei der Cyanidlaugung von Gold

Für ein effektives Management der freien Cyanidkonzentration im Goldcyanid-Laugungsprozess ist eine Echtzeitmessung innerhalb der Laugungskreisläufe unerlässlich. Inline-Analysatoren, die direkt in den Schlammleitungen oder -tanks positioniert sind, erfassen kontinuierlich die Konzentrationen von freiem Cyanid, Restcyanid und WAD-Cyanid. Diese Instrumente eliminieren Verzögerungen durch manuelle Probenahme, minimieren das Risiko von Bedienungsfehlern und liefern alle 3–10 Minuten Prozessdaten, die eine schnelle Entscheidungsfindung in dynamischen Anlagenumgebungen ermöglichen.

Grundlagen der Cyanidlaugung zur Goldgewinnung

Die Cyanidlaugung von Gold ist der Grundstein der hydrometallurgischen Goldgewinnung und ermöglicht die Extraktion aus minderwertigen und komplexen Erzen. Dabei wird Gold aus seiner natürlichen metallischen Form in einen löslichen Komplex überführt, meist durch die Verwendung von Natriumcyanid (NaCN) unter stark alkalischen Bedingungen. Die grundlegende chemische Reaktion involviert Gold, Cyanidionen und molekularen Sauerstoff und führt zur Bildung des stabilen Goldcyanidkomplexes [Au(CN)₂]⁻ – einer Schlüsselreaktion für die industrielle Goldgewinnung.

4 Au + 8 CN⁻ + O₂ + 2 H₂O → 4 [Au(CN)₂]⁻ + 4 OH⁻

Die Aufrechterhaltung einer ausreichenden Cyanidkonzentration, genügend gelöstem Sauerstoff und eines alkalischen pH-Werts (typischerweise >10) ist entscheidend für die erfolgreiche Auflösung und die sichere Handhabung, da alkalische Bedingungen die Bildung des giftigen Cyanwasserstoffgases unterdrücken. Die Laugungskinetik wird maßgeblich von diesen Parametern sowie von der Feststoffdichte und der Partikelgröße beeinflusst – Variablen, die im Anlagenbetrieb routinemäßig optimiert und in der fortgeschrittenen Forschung zur Goldcyanidlaugung berücksichtigt werden. Darüber hinaus können die Erzmineralogie und das Vorhandensein von Verunreinigungen wie Kupferionen die Prozesseffizienz verringern, indem sie mit Cyanid konkurrieren und unerwünschte Komplexe bilden, die den Reagenzienverbrauch erhöhen und die Goldausbeute senken.

Online-Überwachung von Cyanid und Gold in der Goldlaugungslösung

Online-Überwachung von Cyanid und Gold in der Goldlaugungslösung

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Das Goldcyanid-Laugungsverfahren ist hinsichtlich einfacher Handhabung, Kosteneffizienz und Ausbeute für die meisten Erzarten nach wie vor unübertroffen. Zu den jüngsten Fortschritten zählen thermodynamische und kinetische Modellierungen zur Vorhersage des Laugungsverhaltens, zur Optimierung der freien Cyanidkonzentration und zur Minimierung des Reagenzüberschusses durch verbesserte Konzentrationsanalyse der Pulpe und Dichtemessung des Goldlaugungsprodukts. Das Ultraschall-Konzentrationsmessgerät Lonnmeter zur Cyanidmessung hat ebenfalls zu einer genaueren und Echtzeit-Überwachung der Cyanidkonzentration im Bergbau beigetragen und ermöglicht so eine präzise Steuerung der Laugungsbedingungen und die Reduzierung von Materialverlusten.

Während die Cyanidlaugung zur Goldgewinnung in der Industrie nach wie vor dominiert, gewinnen cyanidfreie Goldlaugungsverfahren aufgrund zunehmender Umwelt- und Regulierungsbedenken an Bedeutung. Alternative Technologien wie die Thiosulfat- und Hypobromitlaugung bieten umweltfreundliche Alternativen zur Goldgewinnung und haben in Labor- und Pilotanlagenstudien wettbewerbsfähige Goldausbeuten gezeigt. Beispielsweise verwendet das Verfahren von Dundee Sustainable Technologies Natriumhypobromit anstelle von Cyanid, wodurch eine schnelle Goldgewinnung erreicht und die Risiken der Behandlung und Entsorgung des Cyanidlaugungswassers eliminiert werden. Die Umsetzung im industriellen Maßstab wird jedoch durch Faktoren wie Kosten, Prozessintegration und erzspezifische Kompatibilität erschwert.

Die Wahl zwischen cyanidhaltigen und cyanidfreien Verfahren hängt von einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Goldausbeute aus dem Cyanidlaugungswasser, technischer Machbarkeit, Betriebskosten, Umweltauswirkungen und Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen ab. Die Cyanidlaugung ist aufgrund der vorhersehbaren Laugungskinetik bei der Goldcyanidierung und der in Verbindung mit zuverlässigen Überwachungssystemen für die Cyanidkonzentration beherrschbaren Umweltrisiken nach wie vor die bevorzugte Methode für viele Bergbaubetriebe. Im Gegensatz dazu bieten fortschrittliche Cyanidlaugungstechnologien und umweltfreundliche Alternativen wichtige Lösungsansätze für Bergwerke, die mit Problemen der gesellschaftlichen Akzeptanz, komplexen Erztypen oder strengen regulatorischen Rahmenbedingungen konfrontiert sind. Die jeweiligen Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden erfordern eine sorgfältige Bewertung der freien und der Restcyanidkonzentration im Goldlaugungswasser, der Trübedichte, der Laugungszusammensetzung und standortspezifischer Gegebenheiten.

Chemie und Reaktionsmechanismen bei der Goldcyanid-Laugung

Stöchiometrie der Goldauflösung: Wechselwirkungen von Gold, Cyanid und Sauerstoff

Der Goldcyanid-Laugungsprozess wird durch die in der Elsner-Gleichung beschriebene Stöchiometrie bestimmt:

4 Au + 8 CN⁻ + O₂ + 2 H₂O → 4 [Au(CN)₂]⁻ + 4 OH⁻

Diese Reaktion verdeutlicht die zentrale Rolle von metallischem Gold, freien Cyanidionen (CN⁻) und molekularem Sauerstoff. Jedes Mol Sauerstoff ermöglicht die Auflösung von vier Mol Gold, wobei das Cyanid einen stabilen Dicyanoaurat-Komplex ([Au(CN)₂]⁻) bildet. Für eine effiziente Goldgewinnung mittels Cyanidlaugung müssen ausreichend Cyanid und Sauerstoff vorhanden sein.

Die Rolle des Sauerstoffs als Katalysator; Einfluss des gelösten Sauerstoffgehalts auf die Auslaugungskinetik

Sauerstoff wirkt als wichtiges Oxidationsmittel, das die Goldauflösung fördert, aber nicht katalytisch verbraucht wird – er nimmt stöchiometrisch teil, begrenzt jedoch häufig die Reaktionsgeschwindigkeit in industriellen Anlagen. Die Kinetik der Goldlaugung, insbesondere bei der Konzentrationskontrolle der Pulpenlaugung, hängt stark von der Konzentration an gelöstem Sauerstoff (DO) ab. Bei einem Überschuss an freiem Cyanid verringert ein Sauerstoffmangel direkt die Laugungsrate.

Niedrige Sauerstoffkonzentrationen verringern beispielsweise die Auslaugungseffizienz, selbst bei hohem Cyanidgehalt, während ein Sauerstoffüberschuss durch verbesserte Belüftung, Rühren oder Zugabe von Sauerstoff-Nanoblasen die Kinetik und die Goldausbeute deutlich verbessern kann. Labor- und Felddaten zeigen, dass Messungen des Gesamtsauerstoffgehalts den an der Goldoberfläche verfügbaren Sauerstoff aufgrund von Transportwiderständen in der Pulpe überschätzen können; der tatsächliche Sauerstoffgehalt an den Reaktionsgrenzflächen ist oft niedriger, was die Notwendigkeit fortschrittlicher Sauerstoffkontroll- und -verteilungsstrategien unterstreicht.

Einfluss alkalischer Bedingungen (pH-Wert-Anpassung) auf die Systemsicherheit und -effizienz

Die Cyanidlaugung zur Goldgewinnung muss unter stark alkalischen Bedingungen, typischerweise bei einem pH-Wert von 10–11,5, erfolgen. Dieser pH-Bereich stabilisiert das Cyanid, indem er das Vorhandensein freier CN⁻-Spezies fördert und die Bildung von flüchtigem Cyanwasserstoffgas (HCN) unterdrückt, das bei einem pH-Wert unter 9,3 entweicht und akute Vergiftungsrisiken birgt.

Der pH-Wert wird üblicherweise mit Natriumhydroxid (NaOH), Natriumcarbonat (Na₂CO₃) oder Kalk (Ca(OH)₂) eingestellt, wobei die Wahl vom Erztyp und der Wirtschaftlichkeit des Verfahrens abhängt. Die Verwendung von Kalk, insbesondere bei einem pH-Wert über 11, kann die Goldauflösungsrate verlangsamen – ein Effekt, der auf Veränderungen der Grenzflächenreaktionen und nicht auf die Sauerstofflöslichkeit zurückzuführen ist. Ein zu hoher pH-Wert durch Kalk verringert die Auslaugungseffizienz, insbesondere bei Vorhandensein von Arsen oder anderen Verunreinigungen, aufgrund veränderter Oberflächen- oder chemischer Kinetik.

Um die Goldcyanidierung sicher und effizient zu gestalten, setzen moderne Goldaufbereitungsanlagen auf die automatisierte Überwachung von pH-Wert und Cyanidkonzentration mittels Inline-Sensorik. Dadurch wird sichergestellt, dass der Prozess im optimalen alkalischen Bereich bleibt, freies Cyanid stabilisiert und die Bildung von gefährlichem Blausäure (HCN) verhindert wird. Gleichzeitig werden der Cyanidverbrauch und die Freisetzung unerwünschter Verunreinigungen minimiert.

Cyanidlaugungschemie & Goldcyanidierung

Bedeutung der Cyanidspezies: Freies Cyanid vs. Restcyanidkonzentration im Prozess

Bei der Konzentrationsanalyse der Pulpeauslaugung steht nicht das gesamte gelöste Cyanid gleichermaßen für die Goldauslaugung zur Verfügung. Das Verfahren unterscheidet zwischen freiem Cyanid und verschiedenen Restcyanidspezies (komplexierten Cyanidverbindungen).

  • Freies Cyanid(Summe der verfügbaren CN⁻ und, bei niedrigem pH-Wert, HCN) ist der Wirkstoff, der die direkte Goldauflösung ermöglicht.
  • RestcyanidEs besteht aus Metallcyanidkomplexen (z. B. mit Kupfer, Eisen oder Zink). Diese Verbindungen stehen für die Goldauflösung weniger zur Verfügung, erhöhen den Cyanidverbrauch und sind aufgrund von Toxizitätsbedenken Hauptziele bei der Behandlung und Entsorgung von Cyanidlaugungswasser.

Die präzise Kontrolle des Gehalts an freiem Cyanid ist entscheidend für eine maximale Goldausbeute und minimale Cyanidverluste. Inline-Messverfahren zur Bestimmung der freien Cyanidkonzentration, darunter moderne Geräte wie das Ultraschall-Konzentrationsmessgerät Lonnmeter, ermöglichen die Echtzeit-Anpassung der Reagenzzugabe. Dies gewährleistet eine hohe Effizienz und begrenzt die Restcyanidkonzentrationen auf ein vertretbares Niveau.

Hohe Restcyanidkonzentrationen können auf unerwünschte Nebenreaktionen (z. B. Verbrauch von Basismetallen), ineffiziente Prozesssteuerung oder den Bedarf an angepasster Laugungschemie hinweisen – insbesondere beim Übergang zu umweltfreundlichen oder cyanidfreien Goldlaugungsverfahren. Moderne Goldgewinnungsverfahren aus Cyanidlaugungslösungen nutzen die kontinuierliche Überwachung der Cyanidspezies als Bestandteil fortschrittlicher Cyanidlaugungstechnologien, um Prozesseffizienz, Sicherheit und Umweltverträglichkeit zu gewährleisten.

Wichtige Variablen, die den Goldcyanid-Laugungsprozess beeinflussen

Erzeigenschaften und Aufbereitung

Die Effizienz der Goldcyanidlaugung hängt maßgeblich von der Mineralogie des Erzes, der Goldpartikelgröße und der Vorbehandlung ab. Erze, deren Gold in Sulfidmineralien, insbesondere Pyrit, eingeschlossen ist, gelten als refraktär und weisen ohne geeignete Vorbehandlung geringe Extraktionsraten auf. Beispielsweise benötigen pyritreiche Konzentrate höhere Cyanidkonzentrationen, was jedoch den Reagenzienverbrauch und die Umweltkosten erhöht, ohne eine proportionale Goldausbeute zu gewährleisten. Ein Anstieg des Gehalts an unedlen Metallen wie Kupfer, Zink oder Eisen konkurriert mit Gold um Cyanid, was zu unnötigem Verbrauch führt und Passivierungsschichten auf dem Gold bildet, die dessen Auflösung behindern.

Mineralien, die Gold binden, wie natürlicher Kohlenstoff und Gangartminerale, die Goldkomplexe adsorbieren, verringern die Prozesseffizienz zusätzlich. Daher ist eine gründliche mineralogische Charakterisierung vor der Prozessentwicklung unerlässlich, um problematische Minerale und ihre texturellen Beziehungen zu identifizieren. Eine verbesserte Laugung erfordert die Feststellung, ob Gold frei vermahlbar – und somit für die direkte Cyanidlaugung verfügbar – oder verkapselt ist und eine Vorbehandlung benötigt.

Die Partikelgrößenverteilung beeinflusst die Laugungskinetik bei der Goldcyanidlaugung direkt. Feineres Mahlen erhöht die Oberflächenexposition und steigert somit die Ausbeute. Überschreitet man jedoch eine optimale Größe, führt zu starkes Mahlen zu einer geringeren Effizienz, da sich Schlämme bilden, die den Stofftransport behindern und die Verluste erhöhen können. Studien haben gezeigt, dass bei vielen Erzen die Maximierung des Anteils an freiem Gold bei einer bestimmten Mahlfeinheit eine bessere Cyanidzugänglichkeit und einen höheren industriellen Durchsatz ermöglicht. Sehr feines Mahlen ist zwar bei stark verkapseltem Gold hilfreich, kann aber zu übermäßigem Reagenzienverbrauch oder Agglomeration führen.

Die Vorbehandlungsstrategien werden je nach Erztyp ausgewählt. Eine mechanische Vorbehandlung durch Feinvermahlung erhöht die Zugänglichkeit des eingeschlossenen Goldes erheblich. Chemische Behandlungen wie alkalische oder saure Laugung zersetzen schädliche Sulfidmatrizen. Thermische Behandlungen, wie z. B. Rösten, wandeln Sulfide in Oxide um und machen das Gold dadurch besser laugbar. Die Vorkalkung – die Zugabe von Kalk vor der Laugung – stabilisiert den pH-Wert und verhindert die Bildung löslicher, reaktiver Spezies. Beispielsweise kann eine alkalische und zweistufige oxidative Röstung die Ausbeute bei schwer aufschließbaren Erzen vom Carlin-Typ deutlich steigern. Bei schwer aufschließbaren Abraumhalden in Südafrika verbessert eine Kombination aus mechanischer und chemischer Vorbehandlung die Goldgewinnungsrate stärker als jede der beiden Methoden allein.

Betriebliche Auslaugungsbedingungen

Optimierung der Cyanidkonzentration

Die Cyanidkonzentration in der Lösung muss streng kontrolliert werden. Zu wenig freies Cyanid verlangsamt die Auflösung, während ein Überschuss die Kosten und die Umweltbelastung erhöht, ohne die Goldausbeute entsprechend zu steigern. Fallstudien zeigen, dass etwa 600 ppm für bestimmte Erze ein optimaler Wert sind, der eine vollständige Auflösung ermöglicht und gleichzeitig Verluste minimiert. Die kontinuierliche Überwachung der Cyanidkonzentration und die automatisierte Dosierung – beispielsweise mithilfe des Ultraschall-Konzentrationsmessgeräts Lonnmeter – ermöglichen eine präzise Reagenzzugabe, die den Erzanforderungen entspricht und die Betriebskosten stabilisiert.

Dichte des Sickerwassers und Konzentration der Zellstoffauslaugung

Die Feststoff-Flüssigkeits-Verhältnisse der Pulpe spielen eine wichtige Rolle für den Stofftransport und die Goldausbeute. Eine geringere Pulpendichte verbessert die Goldlaugung durch erhöhte Lösungsbeweglichkeit und besseren Zugang zu den Reagenzien, erhöht aber die Kosten für Wasser und Reagenzien. Höhere Dichten reduzieren den Reagenzienverbrauch, bergen jedoch das Risiko einer unvollständigen Laugung aufgrund des schlechten Stofftransports. Sorgfältige Konzentrationsanalysen der Pulpe und Dichtemessungen des Goldlaugungsprodukts sind für die Prozessoptimierung unerlässlich.

Rühr- und Temperaturregelung

Eine angemessene Durchmischung ist entscheidend, um Partikel in Suspension zu halten und einen effektiven Kontakt zwischen gelöstem Cyanid und Gold zu gewährleisten. Höhere Rührgeschwindigkeiten steigern in der Regel die Auslaugungseffizienz, insbesondere bei Erzen, die zu Schlammbildung oder Partikelaggregation neigen. Zu intensives Rühren kann jedoch zu physikalischen Verlusten oder unerwünschten Sauerstoffnebenreaktionen führen. Ebenso beschleunigen Temperaturerhöhungen die Goldauflösung, die Betriebstemperaturen müssen jedoch ausgewogen sein – höhere Temperaturen beschleunigen zwar die Reaktionsgeschwindigkeit, fördern aber auch Cyanidverluste durch Verflüchtigung oder Zersetzung.

Regelung der Auslaugungszeit

Die Auslaugungszeit muss ausreichend lang sein, um die vollständige Auflösung zu gewährleisten, aber gleichzeitig kurz genug, um den Durchsatz zu optimieren und den Cyanidverbrauch zu minimieren. Studien zeigen, dass der Einsatz von gemischten chemischen Auslaugungsmitteln die erforderliche Kontaktzeit deutlich reduzieren und gleichzeitig die Gesamtausbeute verbessern kann. Kurze Auslaugungszeiten mit effektiver chemischer Aktivierung senken den Reagenzienbedarf, die Betriebskosten und die Umweltrisiken. Eine präzise Kontrolle der Auslaugungszeit ist unerlässlich, um die Reagenzienzugabe optimal auf die Extraktionskinetik der jeweiligen Erztypen abzustimmen.

Die sorgfältige Integration von Erzcharakterisierung, Vorbehandlungsauswahl, Kontrolle der Feststoffdichte, kontinuierlicher Überwachung der Cyanidkonzentration und Anpassung der Betriebsparameter bildet die Grundlage für eine moderne, effiziente Goldgewinnung mittels Cyanidlaugung.

Verfahren zur Inline-Konzentrationsmessung und -steuerung

Moderne Überwachungslösungen

Zu den Messverfahren für freies Cyanid gehören amperometrische Sensoren und Ligandenaustauschreaktionen. Diese ermöglichen eine direkte und genaue Quantifizierung und eignen sich für die Konzentrationsanalyse bei der Pulpenlaugung sowie für Goldlaugungsströme. Wichtige Parameter wie freies Cyanid und WAD-Cyanid müssen für die Prozesskontrolle und die Einhaltung von Umweltauflagen gemessen werden, da die gesetzlichen Grenzwerte mittlerweile eine nahezu kontinuierliche Überwachung der Restcyanidkonzentration im Goldlaugungswasser erfordern. Inline-Instrumente, die an strategischen Punkten im Kreislauf installiert werden, ermöglichen eine präzise Steuerung der Cyaniddosierung und warnen frühzeitig vor Prozessabweichungen.

Ultraschallmessgeräte, wie beispielsweise das Ultraschall-Konzentrationsmessgerät Lonnmeter, werden zur Inline-Überwachung der Cyanid- und Trübedichte in Laugungsanlagen eingesetzt. Dieses Messgerät nutzt die Prinzipien der Ultraschallübertragung, um Dichteänderungen der Lösung in Abhängigkeit von der Cyanid- und Goldkonzentration im Laugungswasser zu bestimmen. Die direkte Messung ermöglicht es dem Bedienpersonal, die Goldausbeute unmittelbar zu beurteilen, Belüftungs- und Rührparameter zu optimieren und die Prozessstabilität zu gewährleisten. Das Design des Lonnmeter unterstützt die automatische Datenerfassung in Echtzeit und die nahtlose Integration in Anlagenleitsysteme. So liefert das Lonnmeter beispielsweise bei der Überwachung der Trübedichte kontinuierliches Feedback, wodurch die Notwendigkeit von Dichtemessungen im Labor reduziert wird und eine schnelle Anpassung der Trübekonsistenz zur Verbesserung der Laugungskinetik und der Goldausbeute ermöglicht wird.

In der Praxis bewirken diese modernen Lösungen Folgendes:

  • Sofortige Daten zu Cyanid und Dichte verbessern die Dosiergenauigkeit.
  • Verbesserte Einhaltung der Vorschriften zur Einleitung und Entsorgung von Abraumhalden dank verwertbarer Restcyaniddaten.
  • Operative Einsparungen, da Prozesskorrekturen ohne Verzögerung vorgenommen werden können.

Feedback-Kontrollstrategien

Die automatisierte Prozesssteuerung nutzt Inline-Messdaten, um Reagenzienzugabe, Feststoffgehalt und Belüftung bei der Goldgewinnung mittels Cyanidlaugung kontinuierlich zu optimieren. Das Schlüsselprinzip ist die Rückkopplung: Echtzeit-Sensormesswerte werden an speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) übertragen, die daraufhin die Zugabe von Cyanid, Zerstörungsreagenzien und Laugungszusätzen automatisch anpassen. Dadurch werden manuelle Dosierungsfehler vermieden, die Laugungskinetik präziser gesteuert und der Cyanidverbrauch minimiert.

Zu den Strategien für Prozessfeedback gehören:

  • Regelbasierte Logik, die Grenzen und Dosierungsraten auf der Grundlage voreingestellter Cyanidkonzentrationsschwellenwerte festlegt.
  • Modellbasierte Optimierung, die Multisensordaten – Cyanid, Dichte, pH-Wert, gelöster Sauerstoff – interpretiert, um die Goldgewinnungseffizienz zu maximieren.
  • Die kontinuierliche Inline-Messung ermöglicht die Dichtemessung des Goldlaugungswassers zur Unterstützung von Anpassungen bei der Rührung undKonsistenz der Suspension.

Automatisierte Regelungsstrategien reduzieren den Cyanidverbrauch, Reagenzienabfälle und Betriebsschwankungen. Fallstudien aus kommerziellen Anlagen zeigen beispielsweise eine Reduzierung des Cyanidverbrauchs um bis zu 21 %, wobei die Goldausbeute dank optimaler Zusammensetzung des Laugungswassers und effektiver Prozesssteuerung konstant bleibt oder sich sogar verbessert. Die Goldgewinnung aus Cyanidlaugungswasser profitiert direkt von einer stabilen und präzise gesteuerten Reagenziendosierung.

Integrierte Feedbacksysteme unterstützen zudem umweltfreundliche Alternativen zur Goldlaugung, indem sie die Cyanidkonzentrationen streng kontrollieren, Emissionen verringern und die Zerstörung optimieren.WiederherstellungsprozessenDie automatisierte Dosierung auf Basis von Online-Messungen ist den manuellen Titrationsmethoden überlegen, da diese langsamer und anfälliger für Ungenauigkeiten sind.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass fortschrittliche Cyanidlaugungstechnologien Inline-Messungen – wie beispielsweise dieLonnmeter Ultraschall-Konzentrationsmessgerät—mit automatisierter Rückkopplungsregelung. Dieser Ansatz optimiert jeden einzelnen Schritt, von der Konzentrationsanalyse der Zellstoffauslaugung bis zur Behandlung und Entsorgung des Cyanidauslaugungswassers, und steigert so die Prozesseffizienz und die Einhaltung von Umwelt- und Sicherheitsstandards.

Prozessoptimierung und Verbesserung der Ausbeute

Echtzeit-Messdaten bilden das Rückgrat der fortschrittlichen Prozessoptimierung beim Goldcyanid-Laugungsprozess. Inline-Instrumente wie das Ultraschall-Konzentrationsmessgerät Lonnmeter liefern präzise und kontinuierliche Messwerte der freien Cyanidkonzentration und der Dichte des Laugungswassers. Dadurch erhalten die Bediener die notwendigen Informationen, um die Betriebsparameter dynamisch anzupassen. Dies umfasst die automatisierte Cyaniddosierung, die die Zielkonzentrationsbereiche einhält und die Prozessvariabilität reduziert. Beispielsweise gewährleistet die Einhaltung einer Toleranz von ±10 % der Sollwerte für freies Cyanid eine effiziente Laugungskinetik ohne Ressourcenübernutzung oder Goldverlust, selbst bei schwankender Erzqualität oder Durchsatzmenge.

Die dynamische Anpassung, ermöglicht durch kontinuierliche Cyanidüberwachung, gewährleistet eine schnelle Reaktionsfähigkeit bei der Steuerung der Laugungskreisläufe. Automatisierte Nachfüllsysteme, die mit Echtzeitdaten gespeist werden, minimieren das Risiko von Unterdosierung (was zu geringeren Goldausbeuten führt) und Überdosierung (was die Reagenzienkosten und Umweltbelastungen erhöht). Die Daten von Inline-Analysatoren lassen sich nahtlos in die Arbeitsabläufe zur Konzentrationsanalyse und Dichtemessung der Pulpe integrieren und liefern wichtige Informationen für Entscheidungen über Mischerdrehzahl, Belüftungsraten und andere kritische Variablen bei der Goldgewinnung mittels Cyanidlaugung.

Die Optimierung erstreckt sich auf nachgelagerte Prozesse: Ein integrierter Datenfluss unterstützt die Kohlenstoffadsorption (CIP/CIL) und die Zinkfällung, indem die Prozessbedingungen an die aktuelle Cyanidkonzentration angepasst werden. Bei der Kohlenstoffadsorption gewährleisten präzise überwachte Cyanidkonzentrationen, dass die Aktivkohle nicht vorzeitig gesättigt wird und keine Abscheidungspotenziale ungenutzt bleiben. Die Anpassung von pH-Wert und Kohlenstoffzufuhr anhand von Echtzeit-Laugungsprofilen kann die Goldadsorptionseffizienz in komplexen Erzen auf über 98 % steigern. Bei der Zinkfällung, insbesondere in Aufgaben mit hohem Gehalt an unedlen Metallen (wie Zink und Kupfer), verhindert die Aufrechterhaltung einer optimalen Restcyanidkonzentration im Goldlaugungswasser übermäßigen Zinkverbrauch und unkontrollierte Nebenreaktionen – und verbessert so direkt die Ausbeute.

Das SART-Verfahren, das dort eingesetzt wird, wo unedle Metalle erhebliche Störungen verursachen, profitiert ebenfalls von der integrierten Cyanidmessung. Die automatisierte Steuerung der Sulfidierungs- und Ansäuerungsschritte, basierend auf Echtzeitdaten zum freien Cyanidgehalt, ermöglicht die selektive Entfernung von Zink und Kupfer und optimiert so das Recycling der Cyanidlösung für die weitere Laugung. Dies reduziert den Gesamtverbrauch an Cyanid, erhöht die Effizienz der Goldgewinnung aus dem Cyanidlaugungswasser und unterstützt umweltfreundliche Alternativen zur Goldlaugung.

Bei der Minimierung des Reagenzienverbrauchs ist das Zusammenspiel zwischen schneller Cyanidkonzentrationsüberwachung und Prozesssteuerung von entscheidender Bedeutung. Durch die Vermeidung übermäßiger Cyanidzugabe senken Anlagenbetreiber die Kosten erheblich und reduzieren die Entstehung gefährlicher Abfälle. Gleichzeitig vermeidet die Einhaltung der niedrigstmöglichen effektiven Cyaniddosis das Risiko unvollständiger Laugung oder Goldablagerung und gewährleistet so eine hohe Ausbeute. Inline-Systeme,Aufgrund ihrer Unempfindlichkeit gegenüber Störungen durch Trübung der Suspension oder variable Strömungsgeschwindigkeiten sind sie für diesen Zweck besonders gut geeignet – sie liefern zuverlässige, verwertbare Daten für jede Phase der Behandlung und Entsorgung von Cyanidlaugungswasser.

Optimale Goldausbeuten werden durch die Synchronisierung der Goldlaugungsparameter und nachgelagerter Aufbereitungsprozesse erzielt, unterstützt durch präzise, ​​kontinuierliche Überwachung. Maßgeschneiderte Prozessanpassungen, basierend auf Inline-Messungen der Cyanidkonzentration und -dichte, schaffen ein geschlossenes System, das die Erträge maximiert und gleichzeitig Nachhaltigkeit und Sicherheit bei der Cyanidlaugung von Gold verbessert. Dieser Ansatz ermöglicht es Unternehmen, fortschrittliche Cyanidlaugungstechnologien sowohl in traditionellen als auch in cyanidfreien Goldlaugungsverfahren einzusetzen und Effizienz, Ausbeute und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften dank robuster, datengestützter Steuerungssysteme kontinuierlich zu optimieren.

Goldgewinnungsprozess

Goldgewinnungsprozess

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Umweltmanagement bei der Cyanid-Goldlaugung

Ein effektives Umweltmanagement beim Goldlaugungsverfahren mit Cyanid ist abhängig von der sorgfältigen Entgiftung, Behandlung und Handhabung der Cyanidlaugungsprodukte und -rückstände. Technologien und Verfahren zur Reduzierung von Cyanidrückständen wurden weiterentwickelt, wodurch sowohl ökologische als auch gesundheitliche Risiken minimiert werden.

Entgiftung, Behandlung und Management von Cyanid-Sickerwasser

Bei der Entgiftung von Cyanid-Sickerwasser liegt der Fokus auf dem Abbau und der Entfernung toxischer Cyanidverbindungen. Die chemische Oxidation ist weiterhin Standard und wandelt freies und schwach säuredissoziierbares (WAD) Cyanid in sicherere Formen wie Cyanat um, das weniger toxisch ist und sich leicht zersetzt. Die Integration von Online-Prozessanalysatoren und Systemen zur automatisierten Cyanidüberwachung hat die Anlagenbetreiber zu einem proaktiven Management geführt und so die Freisetzung toxischer Stoffe minimiert.

Die Entsorgung von Abraumhalden basiert auf speziell entwickelten Absetzbecken, die Restcyanid zurückhalten. Zu den bewährten Verfahren gehören der Einsatz von Doppelabdichtungen, Sickerwassersammelsystemen und die kontinuierliche Überwachung des Wasserhaushalts. Diese technischen Maßnahmen tragen dazu bei, das Eindringen von Grundwasser und die Kontamination von Oberflächengewässern zu verhindern. Standortspezifische Betriebsprotokolle für Absetzbecken werden an Variablen wie extreme Wetterereignisse und regionale hydrologische Risiken angepasst. Sicherheitsrichtlinien legen Maßnahmen zum Schutz der lokalen Flora und Fauna sowie der Wasserressourcen fest.

Ein umfassendes Wassermanagement ist obligatorisch und beinhaltet die Wiederverwendung von Wasser, die Aufbereitung vor der Einleitung sowie Notfallpläne für den Fall von Leckagen an der Abflusssicherung. Notfallpläne beinhalten Echtzeit-Prozessüberwachungsdaten, um im Falle von Leckagen oder Störungen schnell reagieren zu können.

Überwachung und Reduzierung der Restcyanidkonzentrationen

Die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften erfordert eine kontinuierliche, hochauflösende Überwachung der Restcyanidkonzentrationen in der Zellstofflaugung und im Abwasser aus der Aufbereitung von Rückständen. Inline-Echtzeit-Konzentrationsmessungen mit Technologien wie beispielsweise derLonnmeter Ultraschall-KonzentrationsmessgerätKommerzielle Geräte, die auf Ligandenaustauschamperometrie basieren, ermöglichen die präzise Analyse von freiem Cyanid und WAD-Cyanidspezies in Goldlaugungsströmen.

Diese Systeme unterstützen:

  • Automatisierte Cyaniddosierungskontrolle, wodurch der übermäßige Reagenzienverbrauch minimiert und gleichzeitig die Goldausbeute gesichert wird.
  • Direkte Integration mit Cyanidzerstörungsprozessen, was eine strenge Kontrolle der Einleitungsstandards und Umweltgenehmigungen ermöglicht.
  • Datenübertragung aus der Ferne für verteilte Bergbaubetriebe, wodurch die räumlich-zeitliche Abdeckung und die operative Verantwortlichkeit verbessert werden.

Die kontinuierliche Überwachung bis hinunter zu Nachweisgrenzen von 10 ppb ermöglicht es den Betreibern, strenge nationale und internationale Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. Automatisierte Systeme reduzieren Fehler bei der manuellen Probenahme, verkürzen die Datenrückkopplungsschleifen und liefern detaillierte Zeitpläne für Korrekturmaßnahmen bei Prozessstörungen.

Minimierung des ökologischen Fußabdrucks bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Prozesseffizienz

Um die Goldgewinnung mit den Umweltauswirkungen in Einklang zu bringen, ist mehr als nur routinemäßige Überwachung erforderlich. Fortschrittliche Cyanid-Recyclingtechnologien ermöglichen die Wiederverwendung von Cyanid im Goldgewinnungsprozess und reduzieren so direkt sowohl die Menge an giftigen Abfällen als auch die Betriebskosten, während gleichzeitig die angestrebten Goldausbeuten erhalten bleiben. Der Einsatz dieser Systeme verringert den ökologischen Fußabdruck und bringt die Betriebsabläufe in Einklang mit globalen Nachhaltigkeitsstandards.

Parallel dazu erproben Goldminen vermehrt alternative Laugungsreagenzien und cyanidfreie Goldlaugungsverfahren, darunter Thiosulfat, Glycin oder umweltfreundliche biologische Optionen. Wo Cyanid unvermeidbar ist, unterstützen Dichtemessungen des Goldlaugungswassers und präzise Konzentrationsanalysen der Trübe die optimale Reagenzienverwendung, reduzieren die benötigte Dosierung und senken die Toxizität der Abraumhalden.

Innovative Verfahren wie Reduktionsröstung und Magnetscheidung bei der Aufbereitung von Abraumhalden minimieren den weiteren Einsatz von Cyanid und ermöglichen eine umfassendere Rückgewinnung wertvoller Metalle aus Abfallströmen. Die bewährten Verfahren am Standort legen Wert auf eine robuste Anlagenplanung, die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und die Einbindung der lokalen Bevölkerung, um unbeabsichtigte Freisetzungen zu minimieren und ein adaptives, risikobasiertes Management während der gesamten Minenlebensdauer zu gewährleisten.

Fallstudien aus Ländern wie Kenia und Australien zeigen, dass die konsequente Anwendung dieser Praktiken die mit der Cyanidauswaschung verbundenen ökologischen Risiken erheblich senkt, selbst unter schwierigen regulatorischen oder betrieblichen Bedingungen.

Letztendlich erfordert das Umweltmanagement bei der Cyanidlaugung von Gold eine Kombination aus technischer Strenge bei der Entgiftung des Laugungswassers, strenger Konzentrationsüberwachung und den besten Branchenpraktiken für die Behandlung von Abraumhalden und die Prozesskontrolle. Dieser integrierte Ansatz gewährleistet die öffentliche Sicherheit und den Schutz der Umwelt bei gleichzeitig effizienter Goldgewinnung.

Innovationen bei der cyanidfreien Goldlaugung

Neue, cyanidfreie Goldlaugungsverfahren gewinnen zunehmend an Bedeutung, da die Bergbauindustrie nach sichereren und nachhaltigeren Alternativen zum herkömmlichen Goldlaugungsverfahren sucht. Diese Technologien tragen dringenden Bedenken hinsichtlich Umweltverschmutzung, Arbeitssicherheit und gesellschaftlicher Akzeptanz Rechnung und erweitern gleichzeitig die technischen Grenzen der Goldgewinnung.

Thiosulfat-Auslaugung

Die Thiosulfat-Laugung hat sich zu einem führenden cyanidfreien Verfahren entwickelt, das die Goldgewinnung aus schwer aufschließbaren Erzen ermöglicht, welche die traditionelle Cyanid-Laugung von Gold erschweren. Die Goldausbeute kann bei komplexen, sulfidreichen Konzentraten bis zu 87 % erreichen – insbesondere bei Anwesenheit von Ammoniak und Kupferionen als Katalysatoren. Additive wie Ammoniumdihydrogenphosphat steigern die Ausbeute und reduzieren den Reagenzienverbrauch, wodurch Kosten und Umweltbelastung gesenkt werden. Die Magnetisierung des Kupfer-Ammoniak-Thiosulfat-Laugungsmittels verbessert die Laugungseffizienz zusätzlich, indem sie die Auflösungsgeschwindigkeit und den Sauerstoffgehalt erhöht. Dies führt zu einer um etwa 4,74 % höheren Goldausbeute im Vergleich zu nicht magnetisierten Systemen. Die Ausbeute kann jedoch bei bestimmten doppelt schwer aufschließbaren Erzen, bei denen das Gold stark von Mineralien eingeschlossen ist, begrenzt bleiben. Dies unterstreicht die Bedeutung der Erzmineralogie für die Verfahrenswahl.

Glycinauswaschung

Glycin – eine natürliche, biologisch abbaubare Aminosäure – dient auch als effektives Auslaugungsmittel für Gold. Glycin-Laugungsverfahren zeichnen sich durch hohe Selektivität und geringe Toxizität aus. Dokumentierte Goldausbeuten von über 90 % wurden bei einigen minderwertigen Erzen und Abraumhalden erzielt, insbesondere durch den Einsatz von Additiven wie Kupferionen und Vorbehandlungen. Die Technologie ist für ihr verbessertes Sicherheitsprofil und das geringere Risiko für Boden und Wasser im Vergleich zur Cyanidlaugung bekannt. Dennoch können die Komplexität des Betriebs, die Reagenzienkosten sowie die erzspezifischen Optimierungsanforderungen Hindernisse für die Anwendung darstellen. Industrielle Fallstudien in Australien und Kanada belegen die technische und wirtschaftliche Machbarkeit. Die erfolgreiche Umsetzung hängt jedoch von einer detaillierten Konzentrationsanalyse der Pulpe-Laugung, einer robusten Prozessüberwachung und der Anpassungsfähigkeit an das spezifische Aufgabematerial einer Mine ab.

Chlorid- und Halogenauslaugung

Laugungsverfahren auf Basis von Chloriden und anderen Halogenen bieten vielversprechende Alternativen für schwer aufschließbare Erze und Altlasten. Sie eignen sich für Fälle, in denen die Cyanidlaugung zur Goldgewinnung durch Mineralverkapselung oder regulatorische Grenzwerte eingeschränkt ist. Die Haufenlaugung mit Oxidationsmitteln wie Natriumhypochlorit und Salzsäure kann die Goldausbeute aus schwer aufschließbaren Abraumhalden um über 40 % steigern. Diese Verfahren arbeiten unter sauren Bedingungen und lassen sich optimal mit Vorbehandlungen wie Biooxidation oder Druckoxidation kombinieren, um Gold freizusetzen, das in primären Mineralstrukturen nicht zugänglich ist. Zu den betrieblichen Herausforderungen zählen die sichere Handhabung der Reagenzien und die Gewährleistung der chemischen Stabilität während des gesamten Prozesses. Lebenszyklusanalysen zeigen ein geringeres Treibhauspotenzial im Vergleich zu herkömmlichen Cyanidverfahren, unterstreichen aber auch die Notwendigkeit strenger Betriebsprotokolle.

Fortgeschrittene reagenzienbasierte Methoden

Aktuelle Forschungsergebnisse heben innovative Reagenzien für die selektive, schnelle und effiziente Goldgewinnung hervor. Natriumcyanatbasierte Systeme, die mit Natriumhydroxid und Natriumferrocyanid bei hohen Temperaturen hergestellt werden, erreichen Auslaugungsraten von 87,56 % in Konzentraten und über 90 % beim Recycling von Elektronikschrott. Die Effektivität und Selektivität werden Natriumisocyanat als aktiver Spezies zugeschrieben. Das CLEVR-Verfahren, bei dem Natriumhypochlorit oder -hypobromit in einem geschlossenen, sauren System eingesetzt wird, erzielt innerhalb weniger Stunden eine Goldausbeute von über 95 %, im Vergleich zu über 36 Stunden bei der klassischen Cyanidlaugung. Das Verfahren erzeugt inerte Rückstände und vermeidet vollständig gefährliche Abwässer und Absetzbecken, wodurch es sich besonders für Standorte eignet, an denen die Behandlung und Entsorgung von Cyanidlaugungswasser problematisch ist.

Ein Tandemverfahren mit in-situ-Erzeugung von Iodwasserstoffsäure bietet weitere Verbesserungen bei der Goldgewinnung aus verbrauchten Katalysatoren, insbesondere aus industriellen Abfallströmen, bei minimalem Reagenzienverbrauch und hoher Wirtschaftlichkeit. Diese Ansätze zeigen, dass cyanidfreie Methoden unter optimierten Bedingungen und mit Echtzeit-Prozesskontrolle – beispielsweise durch Messung der freien Cyanidkonzentration und fortschrittliche Dichtemessung des Goldlaugungsprodukts – hinsichtlich Effizienz und Umweltverträglichkeit mit cyanidhaltigen Verfahren mithalten oder diese sogar übertreffen können.

Vergleichende Analyse

Prozesseffizienz:Cyanidfreie Verfahren wie die Laugung mit magnetisiertem Thiosulfat und Hypochlorit zeichnen sich durch Extraktionskinetik und Ausbeuten aus, die denen der Goldcyanidlaugung nahekommen oder diese in manchen Anwendungen sogar übertreffen. Glycinsysteme liefern ebenfalls wettbewerbsfähige Ausbeuten für ausgewählte Erze.

Sicherheit:Cyanidfreie Verfahren eliminieren nahezu vollständig die Risiken akuter Toxizität, die mit Restcyanidkonzentrationen im Goldlaugungswasser verbunden sind. Die Arbeitsbedingungen verbessern sich, und das Risikoprofil beim Umgang mit Chemikalien wird deutlich reduziert. Vorsicht im Umgang mit Oxidationsmitteln und Halogenen bleibt jedoch weiterhin geboten.

Umweltauswirkungen:Die cyanidfreie Laugung erzeugt weniger gefährliche Abfälle, vereinfacht die Sickerwasserbehandlung und -entsorgung und verringert die Belastung von Wasser und Boden. Eine Lebenszyklusanalyse bestätigt deutliche Verbesserungen gegenüber cyanidhaltigen Kreisläufen, wobei geschlossene Kreisläufe und Systeme mit ungiftigen Rückständen die besten Ergebnisse liefern.

Die Wahl der optimalen umweltfreundlichen Goldlaugungsalternative hängt von den Erzeigenschaften, den lokalen Umweltauflagen und der Betriebsbereitschaft ab. Moderne Überwachungsinstrumente, wie das Ultraschall-Konzentrationsmessgerät Lonnmeter zur Cyanidmessung, sind für alle Prozesswege unerlässlich. Sie gewährleisten eine präzise Laugungskinetik bei der Goldcyanidlaugung – unabhängig vom Vorhandensein von Cyanid – und unterstützen robuste, anpassungsfähige Goldgewinnungsprozesse.

Häufig gestellte Fragen

Welche Bedeutung hat die Messung der freien Cyanidkonzentration beim Cyanid-Goldlaugungsverfahren?
Die genaue Messung der freien Cyanidkonzentration ist für die Effizienz der Goldcyanidlaugung unerlässlich. Freies Cyanid stellt den chemisch aktiven Anteil dar, der zur Bildung von Goldcyanidkomplexen zur Verfügung steht und somit die Goldlösung für die Extraktion ermöglicht. Ein Mangel an freiem Cyanid kann die Goldlösungsrate verringern und die Gesamtausbeute reduzieren; ein Überschuss an Cyanid führt zu einem unnötigen Reagenzienverbrauch und erhöht das Risiko von Umweltbelastungen und Prozesskosten. Automatisierte Online-Analysatoren ermöglichen im Gegensatz zur manuellen Titration eine Echtzeitüberwachung, die eine dynamische Steuerung der Cyaniddosierung erlaubt und die Einhaltung strenger Einleitungsstandards unterstützt. Diese Verfahren minimieren Chemikalienabfälle und erhöhen die Betriebssicherheit, wie Studien belegen, in denen optimale freie Cyanidkonzentrationen um 600 ppm die Goldausbeute bei minimaler Umweltbelastung maximieren.

Wie beeinflusst die Dichte des Sickerwassers die Effizienz der Goldcyanid-Laugung?
Die Dichte der Laugungslösung (oder Pulpe) beeinflusst direkt den Stofftransport, die Durchmischung und die Verfügbarkeit von Cyanid und Sauerstoff für die Goldauflösung. Eine optimale Dichte verbessert den Kontakt der Goldpartikel mit den Reagenzien und optimiert die Laugungskinetik. Beispielsweise kann eine niedrigere Pulpendichte die Goldausbeute durch verbesserte Durchmischung und Reagenzienkontakt erhöhen, während eine zu hohe Dichte die Durchmischung beeinträchtigen und den Cyanidverbrauch steigern kann. Die Anpassung der Pulpendichte in Kombination mit Faktoren wie pH-Wert und Temperatur kann die Goldausbeute deutlich erhöhen und die Laugungszeit verkürzen, insbesondere bei minderwertigen Erzen. Experimente haben gezeigt, dass ein optimales Verhältnis von Feststoff zu Flüssigkeit und die Kombination von Hilfs- und Laugungsmitteln den Cyanidverbrauch halbieren und gleichzeitig die Effizienz bei einigen Erztypen verdoppeln können.

Welche Vorteile bietet der Einsatz des Ultraschall-Konzentrationsmessgeräts Lonnmeter bei der Überwachung der Konzentration bei der Zellstoffauslaugung?
Das Ultraschall-Konzentrationsmessgerät von Lonnmeter ermöglicht die berührungslose Echtzeitüberwachung von Konzentration und Dichte des Pulpenlaugungswassers. Dank seiner aufsteckbaren, nicht-nuklearen Ultraschalltechnologie wird der direkte Kontakt mit gefährlichen Schlämmen vermieden, wodurch Leckagerisiken ausgeschlossen und die Sicherheit, insbesondere in korrosiven Umgebungen, erhöht wird. Das Gerät bietet eine Messgenauigkeit von 0,3 % und lässt sich nahtlos in SPS/DCS-Prozessleitsysteme für die kontinuierliche Automatisierung integrieren. Anwender können den Reagenzienverbrauch optimieren und die Dosierung sofort anpassen, um eine stabile Goldausbeute zu gewährleisten. Die wartungsfreie Konstruktion und die robusten, korrosionsbeständigen Materialien des Messgeräts eignen sich für die rauen Bedingungen im Bergbau und gewährleisten langfristige Zuverlässigkeit. In Anwendungen von der Goldcyanidlaugung bis zur Wasserglasherstellung verbessert das Echtzeit-Feedback von Lonnmeter die Prozessstabilität, reduziert Abfall und trägt zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften bei.

Ist eine Goldgewinnung ohne den Einsatz von Zyanid möglich?
Ja, es stehen alternative, cyanidfreie Goldlaugungsverfahren zur Verfügung. Techniken mit Thiosulfat, Chloridsystemen, Glycin, Trichlorisocyanursäure und Natriumcyanat als Reagenzien haben Goldausbeuten von oft über 87–90 % erzielt. Diese Verfahren sind ungiftig, recycelbar und eignen sich sowohl für Erze als auch für Elektronikschrott. Ihre Anwendung hängt von der Erzmineralogie, den Kosten, der Komplexität des Verfahrens und den lokalen Vorschriften ab. Die Umsetzung verläuft unterschiedlich: Einige Projekte, wie REVIVE SSMB, weisen eine hohe Nachhaltigkeit und Effizienz auf, während andere auf betriebliche und kommunale Herausforderungen stoßen. Obwohl cyanidfreie Verfahren ökologische Vorteile bieten und strengere Sicherheitsstandards erfüllen, muss ihre Machbarkeit für die industrielle Verarbeitung unter Berücksichtigung der Reagenzienkosten und der Kompatibilität mit der bestehenden Infrastruktur geprüft werden.

Warum ist es wichtig, die Restcyanidkonzentration während und nach dem Goldlaugungsprozess zu kontrollieren?
Die Kontrolle der Restcyanidkonzentration ist entscheidend für den Umweltschutz und die menschliche Sicherheit. Restcyanid im Sickerwasser birgt akute Vergiftungsrisiken und muss gemäß internationaler Einleitungsvorschriften kontrolliert werden. Verfahren wie chemische Oxidation, biologischer Abbau mit spezialisierten Mikroorganismen, Adsorption an Aktivkohle und Photokatalyse werden eingesetzt, um den Cyanidgehalt vor der Abwassereinleitung zu senken. Eine sachgemäße Kontrolle während der Laugung maximiert die Goldausbeute und minimiert die Restcyanidmenge, wodurch der Aufwand für die nachgelagerte Aufbereitung sinkt. Verstöße führen zu Kontaminationen und potenziellen Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung und die Ökosysteme in der Umgebung. Ein verantwortungsvolles Cyanidmanagement entspricht bewährten Verfahren, um wirtschaftliche Vorteile mit ökologischem Schutz in Einklang zu bringen und die gesellschaftliche Akzeptanz des Bergbaubetriebs zu sichern.

 


Veröffentlichungsdatum: 26. November 2025